Christoph Lieben-Seutter
Generalintendant Christoph Lieben-Seutter vor der Baustelle der Elbphilharmonie. Foto: Marcus Brandt/Archiv

Generalintendant Christoph Lieben-Seutter vor der Baustelle der Elbphilharmonie. Foto: Marcus Brandt/Archiv

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Generalintendant Christoph Lieben-Seutter vor der Baustelle der Elbphilharmonie. Foto: Marcus Brandt/Archiv

Hamburg (dpa) - Für den Generalintendanten der Hamburger Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, waren die Verzögerungen und Kostensteigerungen beim Bau des Konzerthauses oft frustrierend.

«Es gab Phasen von großer Frustration und Fluchtreflexe», sagte Lieben-Seutter am Dienstagabend beim zweiten Elbphilharmonie Gespräch in Hamburg. «Aber ich habe mich jetzt bestens damit arrangiert, dass es eine spezielle Herausforderung ist.»

Architekt Pierre de Meuron sagte: «Die Schwierigkeiten, die das Projekt begleiten, machen uns sehr betroffen. So etwas haben wir noch nie erlebt.» Dennoch spüre er eine große Vorfreude auf die fertige Elbphilharmonie.

In seinem Architektur-Büro gebe es kein zweites Projekt, das so komplex sei wie die Elbphilharmonie, sagte Star-Architekt de Meuron. «Der Anspruch ist da, einen der besten Konzertsäle der Welt zu machen.» Nach den Problemen rund um die Elbphilharmonie garantiere sein Unternehmen nun für die Qualität des Projektes. «Es ist schlimm genug, dass es so viel mehr kostet, und es ist schlimm genug, dass es so viel länger dauert. Wenn die Qualität jetzt nicht so ist, wie sie sein sollte, wäre das Desaster total», sagte er.

Das als künftiges Wahrzeichen Hamburgs geplante Konzerthaus sollte den Steuerzahler ursprünglich 77 Millionen Euro kosten und 2011 eröffnet werden. Bislang wird von mindestens 323,5 Millionen ausgegangen. Als möglicher Übergabetermin wurde zuletzt November 2014 genannt. Die Verzögerungen, Kostensteigerungen und Abstimmungsprobleme mit dem ausführenden Baukonzern Hochtief beschäftigen bereits einen Untersuchungsausschuss.

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