Calixto Bieito
Ein Mann, der polarisiert: Calixto Bieito. Foto: Marijan Murat

Ein Mann, der polarisiert: Calixto Bieito. Foto: Marijan Murat

dpa

Ein Mann, der polarisiert: Calixto Bieito. Foto: Marijan Murat

Berlin (dpa) - Calixto Bieito mischt immer wieder gerne die Opernwelt auf, der spanische Regisseur ist stets für Aufregung gut. Jetzt nimmt sich Bieito (48) einen deutschen Klassiker vor: Carl Maria von Webers «Freischütz». An diesem Sonntag (29. Januar) hat die Inszenierung an der Komischen Oper Berlin Premiere.

Das 1821 uraufgeführte Werk sieht der Regisseur als «düsteren Thriller» in einer von Gewalt geprägten Männerwelt. Bieito lässt das Buhlen des Jägerburschen Max um die Förstertochter Agathe in den Abgründen eines deutschen Waldes spielen. In der Dorfgemeinschaft brodeln vehement unterdrückte Gefühle und dunkle Fantasien. Und er traut der heilen Welt ohnehin nicht: «Heute wissen wir, dass es Happy Ends nur in Walt-Disney- oder Hollywoodfilmen gibt, wobei sich das auch langsam ändert», sagte er.

Die musikalische Leitung hat Patrick Lange übernommen, der gerade sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden in London gefeiert hat. Vincent Wolfsteiner ist Max und Ina Kringelborn dessen Verlobte Agathe.

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