Altmeister B. B. King präsentiert sich in Düsseldorf frisch und gut gelaunt.

Eingespielt: B. B. King mit seiner legendären Gitarre „Lucille“.
Eingespielt: B. B. King mit seiner legendären Gitarre „Lucille“.

Eingespielt: B. B. King mit seiner legendären Gitarre „Lucille“.

Joda

Eingespielt: B. B. King mit seiner legendären Gitarre „Lucille“.

Düsseldorf. Er ist der unbestrittene König des Blues: Als B.B. King am Montagabend für sein einziges Konzert in NRW auf die Bühne der Halle an der Siegburger Straße tritt, wird er von den knapp 2000 Besuchern frenetisch gefeiert. Immerhin tut sich der Altmeister des Rhythm’n’Blues mit fast 87 Jahren eine ganze Welttournee an.

Die Blueslegende groovt und röhrt wie ein junger Hüpfer

„Everyday I have the Blues“ – den Klassiker zum Auftakt darf man ruhig als Lebensphilosophie verstehen. King lebt Blues. In einem Alter, in dem manche froh sind, wenn sie noch allein vors Haus kommen, groovt die Blueslegende wie ein junger Hüpfer und röhrt ins Mikro. Die Stimme klar und tonsicher, nuancenreich und ausdrucksstark wie eh und je.

Auch die Finger huschen flink übers Griffbrett seiner „Lucille“, Kings legendärer Gitarre. Die sorgte schon vor Beginn für Gedränge am Bühnenrand: Viele wollten das schwarze Gibson-Modell aus der Nähe sehen.

„Rock me baby“, „Key to the highway“, „Thrill is gone“ – B.B. King weiß, was seine Fans hören wollen. Mit seiner achtköpfigen Band, allesamt hochkarätige Musiker, rockt er die Halle, bezieht die Zuhörer immer wieder mit ein. Mal kokettiert er mit seinem Alter, mal erzählt er Anekdötchen. Ein routinierter Bühnenprofi, aber nichts wirkt einstudiert. Bei „You are my sunshine“ erweist sich das Düsseldorfer Publikum als so textsicher, dass King ihm erfreut die Schlusstakte überlässt.

Mit „When the saints go marching in“ zelebrierte B.B. King dann minutenlang seinen Abgang. Die Botschaft des Abends: Blues hält jung und macht optimistisch.

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