Warschau/Oswiecim (dpa) - Das Museum Auschwitz hat im vergangenen Jahr einen Besucherrekord erreicht. Wie Museumssprecher Pawel Sawicki am Freitag mitteilte, besuchten mehr als 1,4 Millionen Menschen aus aller Welt das ehemalige deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau am Rande der polnischen Kleinstadt Oswiecim.

Besonders erfreulich sei 65 Jahre nach der Gründung des Museums der hohe Anteil Jugendlicher unter den Besuchern. Sie stellten allein mehr als eine Million, rund 150 000 mehr als im Jahr zuvor. Rund 58 000 Besucher kamen aus Deutschland.

«An diesem Ort brach die europäische Zivilisation zusammen», sagte Museumsdirektor Piotr Cywinski. Für die ganze Welt sei Auschwitz ein Symbol für den nationalsozialistischen Massenmord an den europäischen Juden im Zweiten Weltkrieg. «Für die jungen Menschen ist der Besuch des Orts der Erinnerung nicht nur eine Lektion der Geschichte, sondern lehrt auch Verantwortung, die aus dem Erinnern wächst.»

Auschwitz-Birkenau war das größte der nationalsozialistischen Todeslager im besetzten Polen. Mehr als 1,1 Millionen Menschen wurden hier ermordet. Die meisten von ihnen waren Juden aus den von Deutschland besetzten Staaten Europas.

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