Zum zehten Mal wird am Freitag der mit 30 000 Euro dotierte "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien" verliehen. Ausgezeichnet werden der afghanische Journalist Sayed Yaqub Ibrahimi, der bulgarische Reporter Assen Yordanov und der dänische Karikaturist Kurt Westergaard.

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Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard ist einer von drei Trägern des Leipziger Medienpreises 2010. Neben ihm wurden der afghanische Journalist Sayed Yaqub Ibrahimi und der bulgarische Reporter Assen Yordanov ausgezeichnet.

Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard ist einer von drei Trägern des Leipziger Medienpreises 2010. Neben ihm wurden der afghanische Journalist Sayed Yaqub Ibrahimi und der bulgarische Reporter Assen Yordanov ausgezeichnet.

dpa

Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard ist einer von drei Trägern des Leipziger Medienpreises 2010. Neben ihm wurden der afghanische Journalist Sayed Yaqub Ibrahimi und der bulgarische Reporter Assen Yordanov ausgezeichnet.

Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien" wird am Freitag in Leipzig verliehen. Mit je 10.000 Euro zeichnet die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig drei Persönlichkeiten aus, die sich auf besondere Weise für die Meinungs- und Pressefreiheit eingesetzt haben.

Es sind der afghanische Journalist Sayed Yaqub Ibrahimi, der bulgarische Reporter Assen Yordanov sowie der dänische Karikaturist Kurt Westergaard. "Die drei Preisträger eint ihre Standfestigkeit und der Wille, allen Bedrohungen zum Trotz nicht klein beizugeben und für ihre Meinung und eine freie Presse einzustehen", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Medienstiftung, Dr. Harald Langenfeld, die Juryentscheidung des Stiftungsrates. 

Der Preis soll an die Forderungen der Demonstranten der Friedlichen Revolution vom 9. Oktober 1989 erinnern


Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig vergibt den Preis am Vorabend des für die Friedliche Revolution in Leipzig entscheidenden 9. Oktober 1989. Der Preis soll die Forderung der damaligen Demonstranten wach halten: "Eine freie Presse für ein freies Land." Mit seiner Festrede wird Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Abend die Tradition der "Leipziger Rede zur Medien- und Pressefreiheit" begründen.

Sayed Yaqub Ibrahimi veröffentlichte in seiner afghanischen Heimat kritische Berichte über Machtmissbrauch, Waffen- und Drogenhandel. Wegen seiner Berichterstattung erhielt Ibrahimi Morddrohungen. Dennoch setzt er sich weiter für freie Meinungsäußerung und Demokratie in seiner Heimat ein. 

Assen Yordanov stand aufgrund seiner Recherchen mehrfach vor Gericht


Assen Yordanov deckte in seiner Heimatstadt Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste Umweltverbrechen, Korruption sowie Fälle von organisierter Kriminalität auf. Er stand deshalb mehrfach vor Gericht und wurde Opfer körperlicher Gewalt. Das hält ihn nicht davon ab, weiter aufzuklären.

Der Zeichner Kurt Westergaard dagegen geriet ins Blickfeld der Öffentlichkeit, als eine dänische Zeitung seine Mohammed-Karikaturen abdruckte. Weltweit kam es danach zu Ausschreitungen. Auf Westergaard wurde ein Kopfgeld ausgesetzt. Trotz aller Bedrohungen für Leib und Leben widerrief er nicht. Für diesen Mut erhält Kurt Westergaard den Leipziger Medienpreis 2010.

Mit dem Preis ehrt die Medienstiftung seit 2001 jährlich Journalisten, Verleger und Institutionen, die sich mit hohem persönlichem Einsatz für die Freiheit und Zukunft der Medien engagieren. Zu den Preisträgern der Jahre 2001 bis 2009 zählt beispielsweise auch die russische Journalistin Anna Politkowskaja, die ihren Mut, über den Tschetschenienkonflikt zu berichten, mit dem Leben bezahlte.

Kandidatenvorschläge für den Leipziger "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien 2011" erbittet die Stiftung bis zum 28. Februar 2011.

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