Im Folkwang Museum zeigt Ute Eskildsen ihre letzte Schau.

FOTOGRAFIE
Auch Frank Lazis „Studie mit Mercedes und Dame mit weißem Hut“ von 1958 wird in der aktuellen Ausstellung gezeigt.

Auch Frank Lazis „Studie mit Mercedes und Dame mit weißem Hut“ von 1958 wird in der aktuellen Ausstellung gezeigt.

Folkwang Museum

Auch Frank Lazis „Studie mit Mercedes und Dame mit weißem Hut“ von 1958 wird in der aktuellen Ausstellung gezeigt.

Essen. Als Ute Eskildsen 1979 Leiterin der neu gegründeten Fotografischen Sammlung des Folkwang Museums in Essen wird, gibt es nicht viele Beispiele, an denen sie sich orientieren kann.

Die Fotografie war damals im Kunstmuseum eher eine Seltenheit. Das Engagement für Fotografie hatte am Folkwang Museum zwar schon Tradition, doch erst 1978 wurde die Studiensammlung der Folkwangschule für Gestaltung dem Museum Folkwang übergeben: Basis für die Gründung der eigenen Sammlung.

Fotografie wurde dank der Ausstellungen ein Kunstmedium

Die Fotografin Ute Eskildsen wurde deren erste Leiterin. Heute besitzt die Sammlung mehr als 55 000 Fotografien der künstlerischen und dokumentarischen Fotografie vom 19. bis zum 21. Jahrhundert.

Eskildsen hat mit ihren Ausstellungen wesentlich dazu beigetragen, die Fotografie als künstlerisches Medium durchzusetzen. Jetzt, 2012, soll sie in den Ruhestand gehen. Aktuell zeigt sie ihre letzte große Schau am Folkwang Museum.

In der Ausstellung „Der Mensch und seine Objekte“ steht zwar das Porträt im Vordergrund, dennoch blickt sie noch auf ein zweites Bildsujet, in dem sich die sich wandelnde Welt vielleicht ebenso deutlich zeigt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 29. April jeweils Di. bis So. von 10-18 Uhr und Fr. von 10-22.30 Uhr geöffnet.

Der Eintritt kostet fünf Euro (3,50 Euro ermäßigt).

Weitere Infos im Internet: museum-folkwang.de

Die Objekt- und Produktfotografie nämlich ist im mittleren 19. Jahrhundert fast zur gleichen Zeit entstanden wie das Porträtbildnis. An ihr lässt sich besonders gut ablesen, wie die Welt und die Fotografie sich verändert und entwickelt haben.

Überblick über die Geschichte der gesamten Sammlung

Die Ausstellung, die mit mehr als 200 Bildern einen Überblick über die Geschichte der Sammlung gibt, kann gleichzeitig auch als ein Resümee von Ute Eskildsens eigener Tätigkeit gelesen werden. Sie hat immer die Geschichte und auch die internationale Gegenwart der Fotografie im Blick gehabt. Die unterschiedlichen Genres ebenso wie die experimentellen Techniken und verschiedenen Themen.

Sie „wollte noch einmal die Türen öffnen“ bevor sie gehe, sagt sie. Im Übrigen, so Eskildsen, „hat man mich rumgekriegt, noch bis September zu bleiben.“

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