Holoscenes
Die Künstlerin Annie Saunders zeigt ihre Performance «Cleaning». Foto: Mary Altaffer

Die Künstlerin Annie Saunders zeigt ihre Performance «Cleaning». Foto: Mary Altaffer

dpa

Die Künstlerin Annie Saunders zeigt ihre Performance «Cleaning». Foto: Mary Altaffer

New York (dpa) - Was passiert, wenn einem in Folge des Klimawandels das Wasser plötzlich bis zum Hals steht? Mit einer Aktion am Times Square in New York macht eine Gruppe von Künstlern auf Gefahren durch steigende Meeresspiegel, Überflutungen und schmelzende Gletscher aufmerksam.

Über drei Tage halten sie sich für jeweils fünf Stunden abwechselnd in einem Wassertank auf, der sich innerhalb von 45 Sekunden mit knapp elf Tonnen Wasser füllen lässt.

Die bis Samstag laufende, «Holoscenes» getaufte Aktion spielt darauf an, wie Menschen im Alltag - beispielsweise Bewohner kleiner Inselstaaten wie Nauru, der Seychellen oder der Malediven - mit steigenden Meeresspiegeln umgehen. Die Darsteller verkaufen in ihren Choreographien etwa Obst, lesen Zeitung oder spielen Gitarre und müssen dann auf die Wassermengen im rasch gefluteten Tank reagieren. Die Choreografien seien mit Partnern weltweit erarbeitet worden, teilte die Times Square Alliance, der Verein hinter dem berühmten Platz in Manhattan, zu der Aktion mit.

«Holoscenes» ist Teil des mehrtägigen World Science Festivals, bei dem auch eine Art Tanzfläche für nachhaltige Energie gezeigt wird. Die Module erzeugen aus menschlichen Tanz- und anderen Bewegungen Energie, mit der am Times Square dank spezieller Technik sogar das eigene Handy aufgeladen werden kann.

Die Aktion fällt zeitlich zusammen mit der Ankündigung des Rückzugs der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Zudem beginnt am Montag eine fünftägige UN-Konferenz zum Schutz der Meere.

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