«The Twins»
Die Zwillingsschwestern Jutta Winkelmann (l) und Gisela Getty in den Hamburger Deichtorhallen.

Die Zwillingsschwestern Jutta Winkelmann (l) und Gisela Getty in den Hamburger Deichtorhallen.

dpa

Die Zwillingsschwestern Jutta Winkelmann (l) und Gisela Getty in den Hamburger Deichtorhallen.

Hamburg (dpa) - Die Wechselwirkung zwischen Film und Foto steht im Mittelpunkt der «5. Triennale der Photographie» in Hamburg.

«Nicht nur Fotografen reagieren auf den Film, auch der Film bezieht gelegentlich fotografische Werke in sein ästhetisches Kalkül mit ein», erklärte Festivalleiterin Henriette Väth-Hinz. Eine Woche lang präsentieren 150 Künstler ihre Arbeiten. Mehr als 100 Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Neben zahlreichen Ausstellungen gibt es auch knapp 40 Filmvorführungen zu sehen.

In der Fotoschau «The Twins» in den Deichtorhallen wird das wilde Leben der Zwillinge Gisela Getty und Jutta Winkelmann nachgezeichnet. Die Schwestern aus Kassel trafen Stars wie Bob Dylan, Sean Penn oder Dennis Hopper, die sie in Bildern festhielten. Die Zwillinge gehörten zum «Harem» des Kommune-1-Begründers Rainer Langhans. Parallel zur Ausstellung zeigt auch Langhans noch einmal «Schneeweissrosenrot». In dem Dokumentarfilm setzt er sich mit den Schwestern auseinander, die so wie er Symbolfiguren der 68er-Generation geworden sind.

Eine zweite Ausstellung widmet sich US-Schauspieler Joe Dallesandro, Ikone von Andy Warhols «Factory». Neben zahlreichen Bildern Dallesandros werden auch Filmplakate und Standfotos aus vielen seiner Filme gezeigt. Dazu läuft die Dokumentation «Little Joe», in dem seine Tochter ein sehr persönliches Porträt ihres Vaters zeichnet.

Begleitend zu den zahlreichen Ausstellungen in Hamburger Galerien, Museen und Hotels, aber auch in den Orten Pinneberg, Uetersen und Brunsbüttel, haben fünf Kinos in der Hansestadt ihr Programm auf die Triennale ausgerichtet. «Interessant ist zu beobachten, welche Rolle den Fotografen und der Fotografie in Spielfilmen zugewiesen wird», sagte Väth-Hinz. So zeigt das Metropolis den Kult-Streifen «Blow-Up» von Michelangelo Antonioni aus dem Jahr 1968. Bei einer Vorführung von Wim Wenders «Palermo Shooting» am 5. April ist der Starregisseur persönlich zu einem Gespräch geladen. Wenige Tage zuvor ist der Schweizer Dokumentarfotograf Alberto Venzago zu Gast, außerdem ist eine Diskussion zwischen Benjamin Katz, Protagonist des Films «Der Photograph», und Regisseur Jürgen Heiter geplant.

Zum Finale des sechstägigen Festivals wird am 6. April im Festival-Zelt an den Deichtorhallen zu «Visions on Film» geladen. Auf zehn Monitoren werden parallel Fotoserien und Videoarbeiten von zehn jungen, internationalen Künstlern präsentiert.

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