Damien Hirst
Damien Hirst ist der Goldesel der Szene. Foto: Stephanie Pilick

Damien Hirst ist der Goldesel der Szene. Foto: Stephanie Pilick

dpa

Damien Hirst ist der Goldesel der Szene. Foto: Stephanie Pilick

New York (dpa) - Der vielleicht kreativste Künstler der Gegenwart und die vielleicht wichtigste Kunstgalerie der Welt haben zu einem außergewöhnlichen Projekt zusammengefunden: Die amerikanische Gagosian-Galerie zeigt von Donnerstag (12. Januar) an die komplette «Spots»-Serie des britischen Künstlers Damien Hirst - verteilt auf ihre elf weltweiten Standorte.

Wer bis zum Ende der Ausstellungen in fünf Wochen alle elf Galerien auf drei Kontinenten besucht, bekommt einen signierten Druck von Hirst - der durchaus mehrere zehntausend Euro wert sein kann. Die «Spots», die «Punkte», waren vor allem in den neunziger Jahren zu Hirsts Markenzeichen geworden: Eine geometrisch ausgerichtete Ansammlung von Punkten in allen möglichen Farben auf weißer Leinwand. Mehrere hundert Bilder gibt es von dieser Serie, die wenigsten hat Hirst allerdings allein gemacht. Er vermarktete die Punkte aber perfekt und verklagte Firmen, die mit ähnlichen Designs Werbung machen wollten. Viele mögen die farbenfrohen Punkte einfach. Richard Dorment, der Kritiker des Londoner «Daily Telegraph», nannte sie allerdings «sagenhaft langweilig».

Für «The Complete Spot Paintings: 1986 - 2011» haben etwa 150 Sammler mehr als 300 Bilder zur Verfügung gestellt. Wer sich die echten «Spots» nicht leisten kann: In den Galerien gibt es auch Anstecker, Manschettenknöpfe und Handtücher mit dem gleichen Design.

Gagosian hat drei Galerien in New York, zwei in London und jeweils eine in Beverly Hills, Paris, Rom, Athen, Genf und Hongkong. Wer alle elf Ausstellungen bis zum 18. Februar besucht, bekommt den von Hirst signierten Druck. Allerdings sind die Regeln streng: Wer mitmachen will, muss sich registrieren und sich in jeder Galerie ausweisen. Es nützt also nichts, die Stempelkarte einem Freund mitzugeben oder an einen Bekannten zum Beispiel nach Hongkong zu schicken.

Über den Wert des signierten Drucks wird schon spekuliert. Die Auflage ist unbekannt, weil niemand weiß, wie viele die «Spot Challenge» tatsächlich bestehen. «Ich finde es sehr schwierig, alle Galerien zu besuchen», sagte Hirst der «New York Times». «Ich bewundere alle, die es schaffen. Ich bewundere sie so sehr, dass ich finde, sie haben sich ein Stück Kunst verdient.» Laut «Times» kosten ähnliche Drucke des Engländers manchmal 5000, manchmal 50 000 Dollar.

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