Bonn (dpa) - Die Zeit und fundamentale Wahrheiten der Existenz sind die zentralen Themen im künstlerischen Schaffen des Belgiers Kris Martin. Das Kunstmuseum Bonn stellt die vielfältige Kunst des 1972 geborenen Martin von diesem Mittwoch an bis zum 22. April vor.

«Kris Martin - Every Day Of The Weak» sei die bisher umfangreichste Werkschau, teilte das Museum am Dienstag mit. Die gemeinsam mit dem Künstler erarbeitete Ausstellung stellt alle Themen aus seinem Werk dar und führt die zentralen Arbeiten der vergangenen Jahre zusammen.

Martin benutzt häufig gefundene Dinge, die ihre eigene Geschichte mitbringen. Er verändert sie geringfügig oder entfernt eine wesentliche Information, so dass der Betrachter aufgefordert wird, das Fehlende mit eigenen Erfahrungen zu füllen. So wurde vor dem Museum eine große Glocke aufgebaut, die zu jeder vollen Stunde hin und her schwingt. Aber ihr fehlt der Klöppel. Eindrucksvoll sind neun stelenartige Steine, die in einem Raum zu einer skulpturalen Gruppe angeordnet sind. Bei genauem Hinsehen sind auf ihren Spitzen kleine Papierkreuze zu entdecken, die die Steine für den Betrachter in gewaltige Berge mit schroffen Gipfeln und Abgründen verwandeln.

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