Wie kaum ein anderer Kollege hat er die Schau seiner zwölf Eleven immer wieder umgehängt. Er wollte wissen, wie Malerei, Fotografie und Skulptur am besten zusammenpassen.

Andreas Gursky, Weltstar der Fotokunst, ist es gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen. Schon am Montag tauchten die ersten Neugierigen auf, um ein Autogramm zu ergattern. Als Lehrer aber nimmt er sich erstaunlich zurück. Wie kaum ein anderer Kollege hat er die Schau seiner zwölf Eleven immer wieder umgehängt. Er wollte wissen, wie Malerei, Fotografie und Skulptur am besten zusammenpassen.

„Die Dokumentarfotografie hat mit uns von der Becher-Schule ihren Abschluss gefunden. Das ist das Problem für die nachfolgende Generation“, sagt er. Seine Tutorin Anna Vogel erprobt auf der obersten Schicht ihrer Fotos die „rituelle Zerstörung“, indem sie mit dem Skalpell in das Fotopapier kratzt. Moritz Wegwerth spielt mit der Schärfe seiner Fotolandschaft, und Silke Albrecht rennt mit expansiver Malerei gegen die Glanzaufnahme an.

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