In jüngster Zeit war es ruhig geworden um den 50-jährigen Briten. Am Freitag aber erscheint „Symphonica“. Und er arbeitet schon an Neuem.

George Michael schaut mit 50 Jahren auf eine 30-jährige Karriere in der Popbranche zurück.
George Michael schaut mit 50 Jahren auf eine 30-jährige Karriere in der Popbranche zurück.

George Michael schaut mit 50 Jahren auf eine 30-jährige Karriere in der Popbranche zurück.

dpa

George Michael schaut mit 50 Jahren auf eine 30-jährige Karriere in der Popbranche zurück.

London. Seiner Stimme mag man es nicht anmerken, sie klingt so klar und charakteristisch wie vor 30 Jahren. Doch im Leben von George Michael (50) lässt sich eine gewisse Neigung zur Dramatik nicht verneinen. Jahrelang dominierten Geschichten über Drogen und persönliche Sorgen die Schlagzeilen. In letzter Zeit war es um den Superstar ruhiger geworden – doch dann fiel er im vergangenen Frühjahr mitten auf der Autobahn aus einem Auto, Ursache ungeklärt.

Das Album enthält alte Stücke neu aufgearbeitet und Cover-Songs

Und auch seine „Symphonica“-Tour durch Europa 2011 und 2012, bei der er in prestigeträchtigen Konzertsälen auftrat, verlief nicht ohne Drama: In Wien musste er wegen einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus und schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Jetzt bringt er ein neues Album mit Songs von der Tour heraus, Erscheinungstermin ist Freitag. Und auch dabei schwingt ein wenig Traurigkeit mit: Produzent Phil Ramone, der im Laufe seiner langjährigen Karriere mit Stars wie Bob Dylan, Elton John und Amy Winehouse gearbeitet hatte, starb im März 2013 im Alter von 79 Jahren und erlebt die Veröffentlichung nicht mehr mit.

Auch wenn die Platte, die ebenfalls „Symphonica“ heißt, keine neuen Stücke enthält, sondern Highlights aus Michaels gut 30-jähriger Karriere sowie Cover-Versionen, wird sie als erstes neu aufgenommenes Album seit 2004 vermarktet. Damals schaffte Michael es mit „Patience“ in die Charts.

Diesmal gehe es an vorderster Stelle um die Stimme, betont Mit-Produzent David Austin. Michael konzentriert sich auf ruhige Klänge, Balladen und Orchesteruntermalung. Manche Songs klingen fast nach Filmmusik. Frühere Hits wie „A Different Corner“, „Praying For Time“ oder „Cowboys and Angels“ hat er neu aufgearbeitet. Auch weniger bekannte Songs wie „Through“ oder „John And Elvis Are Dead“ hat er sich erneut vorgenommen.

Auf Werbetour will der Sänger nicht gehen

Hinzu kommen Cover-Versionen von Stücken seiner Lieblingskünstler. Unter anderem singt er Elton Johns „Idol“, als Single hat er bereits „Let her Down Easy“ von Terence Trent D’Arby herausgebracht. Aufgelockert wird das Ganze von Swing-Klängen, etwa das Cover von Nina Simones „My Baby Just Cares For Me“.

George Michael (geb. 1963) heißt eigentlich Georgios Kyriakos Panagiotou. Der Sohn einer britischen Mutter und eines griechisch-zypriotischen Vaters wuchs in Großbritannien auf.

Michael schaffte in den 80er Jahren den Durchbruch als Frontmann von „Wham!“ („Last Christmas“). Mitte 1986 trennte sich das Pop-Duo. 1987 startete er eine sehr erfolgreiche Solokarriere.

Viel bewerben wird Michael das Album nicht, er hält sich weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. „Derzeit gibt es keine Pläne für irgendeine Art Promotion“, kündigte der Chef von Universal UK, David Joseph, im Magazin „Music Week“ an. Hauptgrund dafür, dass Michael sich aus dem Blitzlicht zurückhält, sei allerdings, dass er an einem Studioalbum mit ganz neuen Songs arbeite. „Die weltweite Vorfreude auf eine komplett neue Platte wird gigantisch sein“, sagt Joseph voraus. Könnte diese noch 2014 herauskommen? Joseph: „Ich weiß es wirklich nicht, aber mein Instinkt sagt mir: eher nicht.“

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