Robert Redford
Robert Redford kümmert sich um den Independent-Film. Foto: Tannen Maury

Robert Redford kümmert sich um den Independent-Film. Foto: Tannen Maury

dpa

Robert Redford kümmert sich um den Independent-Film. Foto: Tannen Maury

San Francisco/Park City (dpa) - Um die kleinen, kreativen Filme kümmert sich Robert Redford. Der US-Schauspieler lädt ab Donnerstag zum Sundance Filmfestival in Park City im US-Staat Utah. Dort ehrt er die Filmschaffenden des Independent-Kino.

Ausgezeichnet werden Filmneulinge und große Stars der Branche. 117 Spielfilme aus 30 Ländern, darunter die Werke von 45 Erstlingsregisseuren, sind dort bis zum 29. Januar auf der Leinwand zu sehen. Über 90 Filme feiern in dem Wintersportort ihre Weltpremiere.

Den Auftakt macht am Eröffnungstag der Dokumentarfilm «The Queen of Versailles» über den Bau einer schlossartigen Privatvilla während der Wirtschaftskrise. Zu den mit Spannung erwarteten Premieren zählt «Arbitrage» mit Richard Gere als betrügerischem Banker. Die Golden-Globe-Gewinnerin Octavia Spencer ist in dem Drama «Smashed» über zwei Alkoholiker zu sehen. Regisseur Spike Lee präsentiert «Red Hook Summer», Stephen Frears zeigt seine Drama-Komödie «Lay the Favorite». Beide Filme entstanden ohne Unterstützung aus Hollywood für wenig Geld. Julie Delpy ist mit «2 Days in New York» dabei, Kirsten Dunst tritt in Leslye Headlands Debütfilm «Bachelorette» auf.

Viele Dokumentarfilme greifen die aktuellen Probleme in den USA auf. «Detropia» zum Beispiel nimmt die angeschlagene Autometropole Detroit unter die Lupe, «The House I Live In» thematisiert den erfolglosen Kampf gegen den wachsenden Drogenkonsum.

Deutschland ist in diesem Jahr mit zwei Kurzfilmen vertreten. Die Kurz-Doku «Into the Middle of Nowhere» von Anna Frances Ewert spielt in einem Waldkindergarten. Der Kurzfilm «Spielzeit» kommt von Schülern der Internationalen Filmschule in Köln.

In den 80er Jahren gründete Robert Redford das Filmfest. Mittlerweile ist es das größte Forum für den unabhängigen Film in den USA. Als Sprungbrett für Filmschaffende gilt das Festival spätestens seit der Entdeckung des damals völlig unbekannten Steven Soderbergh, der 1989 beim Sundance Festival mit «Sex, Lügen und Video» auftrat. Danach wurde der Low-Budget-Streifen zum Kassenknüller.

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