Robert Redford
Robert Redford bei der Premiere von «All Is Lost» in Cannes. Foto: Sebastien Nogier

Robert Redford bei der Premiere von «All Is Lost» in Cannes. Foto: Sebastien Nogier

dpa

Robert Redford bei der Premiere von «All Is Lost» in Cannes. Foto: Sebastien Nogier

Los Angeles (dpa) - 125 Kisten Edelchampagner sind kalt gestellt. Auch ein besonderes «Golden Globe»-Cocktail aus Schaumwein mit Birnenbrandy wird den rund 1500 prominenten Gästen am Sonntag im Beverly Hilton Hotel serviert.

«Lasst diese Party beginnen», werben die Veranstalter für Hollywoods feucht-fröhliche Preisgala. So viel steht fest: Bei der Verleihung der Golden Globes fliegen die Champagnerkorken, wenn der Goldregen über die vielen Stars niederprasselt.

Kaum ein Leinwand-Promi lässt sich den Trophäenrummel entgehen. Stars wie Sandra Bullock, Jennifer Lawrence, Ben Affleck, Matt Damon und Robert Downey Jr. stehen bereits als «Presenter» zum Verteilen der Preise fest. Nominierte Leinwandgrößen wie Robert Redford, Leonardo DiCaprio, Meryl Streep und Julia Roberts sind dabei. Und mittendrin der deutsche Schauspieler Daniel Brühl.

Die Rolle des Niki Lauda in Ron Howards «Rush» brachte ihm internationalen Applaus - und eine Golden-Globe-Nominierung als bester Nebendarsteller. «Großartig» fühle er sich, sagte der 35-jährige Teilzeit-Berliner der Nachrichtenagentur dpa, als er von seiner ersten Globe-Nominierung erfuhr. «Das ist viel mehr als ich jemals erwartet hätte.»

Seit Wochen wird gerätselt und analysiert, wer bei Hollywoods Preisreigen wohl die besten Chancen hat. Mal sind die Globes das Stimmungsbarometer für die Oscars, mal kommt es auch anders. Über die Goldene Weltkugel entscheidet eine kleine Gruppe alteingesessener Auslandsjournalisten (Hollywood Foreign Press Association), weniger als hundert Kritiker, die kaum jemand kennt. Zum 71. Mal werden sie in den Sparten Film und Fernsehen die Preise verleihen.

Für die Oscars stimmen mehr als 6000 Mitglieder der ehrwürdigen Film-Akademie ab, die die Trophäe des goldenen Mannes auf einer Filmspule Anfang März zum 86. Mal vergibt. Nur vier Tage nach der Globe-Gala werden am 16. Januar die Oscar-Nominierungen verkündet.

Auf mehrere Globe-Preise können diesmal das Sklavendrama «12 Years a Slave» und die Kriminalkomödie «American Hustle» hoffen. Beide sind für jeweils sieben Trophäen nominiert. Beim Oscar gibt es nur einen «Besten Film», bei den Globes werden Drama und Komödie prämiert.

Tom Hanks ist für seine Rolle als «Captain Phillips» in der Hand somalischer Entführer nominiert. Robert Redford besticht als wettergegerbter Schiffbrüchiger in dem Überlebensdrama «All Is Lost». In seinem Soloauftritt spricht der 77-Jährige nur wenige Worte. Bisher wurde Redford als Regisseur von «Eine ganz normale Familie» 1981 mit der goldenen Weltkugel geehrt. Fast 50 Jahre ist es her, dass die Globe-Veranstalter sein Schauspieltalent würdigten. 1966 wurde er für den Film «Verdammt süße Welt» zum besten männlichen Newcomer gekürt.

Meryl Streep könnte ihren neunten Globe einheimsen. Diesmal als tablettensüchtige Matriarchin in der tragikomischen Familiensaga «Im August in Osage County». Es ist ihre 28. Nominierung. Julia Roberts spielt darin ihre gefrustete Tochter. In der Sparte «Beste Nebendarstellerin» trifft Roberts auf Hollywood-Darling Jennifer Lawrence, die im vorigen Januar für «Silver Linings» mit der goldenen Weltkugel gekrönt wurde.

Der deutsche Star-Komponist Hans Zimmer hat es am Sonntag nicht weit. Der gebürtige Frankfurter ist längst Wahl-Kalifornier und häufig Gast bei den Globes. Mit der Filmmusik für «12 Years a Slave» holte er seine elfte Nominierung. Zwei Globes gewann er schon, 1995 für «König der Löwen», 2001 für «Gladiator».

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