Der deutsche Fotograf Jim Rakete (r) und die deutsche Schauspielerin Sophie Rois bei einer Gesprächsrunde im Frankfurter Filmmuseum. Foto: Emily Wabitsch
Der deutsche Fotograf Jim Rakete (r) und die deutsche Schauspielerin Sophie Rois bei einer Gesprächsrunde im Frankfurter Filmmuseum. Foto: Emily Wabitsch

Der deutsche Fotograf Jim Rakete (r) und die deutsche Schauspielerin Sophie Rois bei einer Gesprächsrunde im Frankfurter Filmmuseum. Foto: Emily Wabitsch

dpa

Der deutsche Fotograf Jim Rakete (r) und die deutsche Schauspielerin Sophie Rois bei einer Gesprächsrunde im Frankfurter Filmmuseum. Foto: Emily Wabitsch

Frankfurt/Main (dpa) - Sophie Rois (50), österreichische Film- und Theaterschauspielerin («Drei»), findet deutsche Fernsehfilme oft zu moralisch.

«Rauchen ist Porno, der TV-Kommissar darf nichts mehr trinken, dafür gibt es aber möglichst viele Filme über vergewaltigte Zwölfjährige», sagte sie bei einer Gesprächsrunde mit dem Berliner Fotografen Jim Rakete (61) am Donnerstagabend im Frankfurter Filmmuseum. «Es wird dann oft versucht, irgendeine Moral rauszuquetschen. Das ist doch der reinste Tugendterror.»

Sie achte bei ihrer Rollenauswahl darauf, keine Kasse mit dem Leid von Menschen am Rande der Gesellschaft zu machen, sagte Rois. «Ich würde ungern eine slowakische Zwangsprostituierte spielen.» Mehr reize sie hingegen die Rolle der Elena Ceausescu (1919-1989), der Frau des rumänischen Ex-Diktators. Das Paar war nach einem Kurzprozess hingerichtet worden. «Das Fach der Diktatorin finde ich interessant.» Jim Raketes Porträt von Rois ist Teil der Foto-Ausstellung «Stand der Dinge», die noch bis zum 5. Februar im Filmmuseum zu sehen ist.

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