Die Scorpions-Mitglieder Matthias Jabs (l) und Klaus Meine mit der Regisseurin Katja von Garnier bei der Premiere des Films «Scorpions - Forever and a Day». Foto: Hauke-Christian Dittrich
Die Scorpions-Mitglieder Matthias Jabs (l) und Klaus Meine mit der Regisseurin Katja von Garnier bei der Premiere des Films «Scorpions - Forever and a Day». Foto: Hauke-Christian Dittrich

Die Scorpions-Mitglieder Matthias Jabs (l) und Klaus Meine mit der Regisseurin Katja von Garnier bei der Premiere des Films «Scorpions - Forever and a Day». Foto: Hauke-Christian Dittrich

dpa

Die Scorpions-Mitglieder Matthias Jabs (l) und Klaus Meine mit der Regisseurin Katja von Garnier bei der Premiere des Films «Scorpions - Forever and a Day». Foto: Hauke-Christian Dittrich

Hannover (dpa) - Schwarze Lederhosen, lange Rockermähnen und silberne Nieten überall - am Dienstag lag im Astor Grand Cinema in Hannover ein Hauch mehr «Rock» in der Luft als bei gewöhnlichen Filmpremieren.

«Scorpions - Forever and a Day», ein Dokumentarfilm über die niedersächsische Rockband, feierte hier seine Deutschlandpremiere. Weltweit wurde der Film von Regisseurin Katja von Garnier erstmals bei der Berlinale gezeigt. «Das ist quasi Heimspiel hier», sagte Bandleader Klaus Meine am roten Teppich. «Wir freuen uns, dass so viele Freunde da sind.»

Das Filmprojekt war der Rockgruppe ein besonderes Anliegen, mit ihrer eigenen «Scorpi-Cam» haben die Mitglieder der Band sogar selbst gefilmt. «Bei einem Konzert in Beirut hat James damit das Publikum von seinem Schlagzeug aus gefilmt», sagte Meine. So seien einzigartige Bilder der Band entstanden. Im Film berichten auch jahrelange Begleiter der Gruppe, wie der Musikproduzent Dieter Dierks, von den Anfängen der Scorpions. Dierks zieht in einer Szene einen Mikrofonkopf aus einer grauen Schachtel - seit Jahrzehnten sang dort nur Klaus Meine hinein, der Produzent verwahrt das Mikro immer noch.

Vielleicht für Aufnahmen für ein weiteres Album? «Nach so langer Zeit auf der Bühne kann man nicht einfach aufhören», sagt Gitarrist Matthias Jabs im Film. Mit dem Song «The Best Is Yet To Come» während der Schlussszene bleibt das Ende auch offen. Nach der Vorführung gibt es für die Rocker vom Publikum tosenden Applaus.

Ob es neben dem Rock'n'Roll auch »Sex and Drugs» in der 50-jährigen Bandgeschichte gab, verrät der Film nicht. «Es gab keine Stadt, in der nicht um fünf Uhr morgens ein Mädchen ans Hotelzimmer klopfte», berichtet ein Crew-Mitglied aber in verschwörerischem Tonfall.

Rund 700 Gäste besuchten die Premiere, der Film wurde in zwei Kinosälen gezeigt. Unter den Besuchern waren auch prominente Fans der Scorpions: «Ich war in Thailand in einer Tankstelle. Dort hing ein Poster von Britney Spears - und eines von den Scorpions», sagt DJ Mousse T. am roten Teppich. «Das sagt doch schon alles.» Der 100-minütige Dokufilm kommt am 26. März in die Kinos.

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