Stieg Larssons düsteres Epos kommt als Sechsteiler ins ZDF.

TV-Krimi
Lisbeth Salander (Noomi Rapace) schwört Rache.

Lisbeth Salander (Noomi Rapace) schwört Rache.

ZDF/Knut Koivisto

Lisbeth Salander (Noomi Rapace) schwört Rache.

Mainz. Mit dem streitbaren Journalisten Mikael Blomkvist und der punkigen PC-Expertin Lisbeth Salander erfand der schwedische Autor Stieg Larsson zwei der ungewöhnlichsten Krimihelden der jüngeren Literaturgeschichte. Angesichts des Verkaufserfolgs der drei Krimiwälzer war absehbar, dass seine „Millennium“-Trilogie verfilmt werden würde. Das ZDF hat mit dem schwedischen und dänischen Fernsehen die drei Produktionen gestemmt, die 2009 und 2010 in Deutschland rund 1,7 Millionen Zuschauer in die Kinos lockten.

Die 100 Minuten längere TV-Fassung kommt den Hauptfiguren zugute

Jetzt kommen „Verblendung“, „Verdammnis“ und „Vergebung“ jeweils als Zweiteiler an sechs aufeinanderfolgenden Sonntagen ins ZDF. Die insgesamt neun Stunden lange Fernsehfassung ist um rund 100 Minuten länger als die Kinofassung. Vor allem der persönliche Hintergrund der beiden Hauptfiguren Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) und Lisbeth Salander (Noomi Rapace) kommt anders als im Kino nicht mehr zu kurz: Der Zuschauer erfährt viel mehr über die traumatische Vergangenheit der jungen Frau, die mit ihren Piercings und großflächigen Tätowierungen die Umwelt verstört.

Sensible Gemüter seien gewarnt: Der Sechsteiler aus Schweden ist zwar mörderisch spannend, dafür aber stellenweise auch äußerst brutal – Regisseur Niels Arden Oplev schreckte selbst vor sadistischen Folterszenen nicht zurück, wenn Mikael und Lisbeth nach einem seit 40 Jahren verschwundenen Mädchen suchen und auf ein furchtbares Geheimnis stoßen.

ZDF, So. 22 Uhr: „Stieg Larsson: Verblendung (1)“.

ZDF, So. 23.30 Uhr: „Die Stieg Larsson Story“ – Dokumentation

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