Madonna
Madonna kam inoffiziell nach Berlin - was den Promi-Fotografen aber nicht lange verborgen blieb.

Madonna kam inoffiziell nach Berlin - was den Promi-Fotografen aber nicht lange verborgen blieb.

dpa

Madonna kam inoffiziell nach Berlin - was den Promi-Fotografen aber nicht lange verborgen blieb.

Berlin (dpa) - Die amerikanische Pop-Ikone Madonna (52) hat am Wochenende in geheimer Mission die Berlinale besucht. Vor handverlesenen Gästen stellte sie ihr zweites Spielfilmprojekt «W.E.» vor. Darin geht es um die Liebe zwischen dem englischen König Edward VIII. und der Bürgerlichen Wallis Simpson.

«Ich habe alles, was es zu diesem Thema gibt, gelesen. Ich bin wirklich bestens vorbereitet», sagte sie laut «B.Z. am Sonntag» vor dem Fachpublikum. Zum offiziellen Festivalprogramm gehörte ihr 20-minütiger Auftritt nicht.

Zuvor wurde Madonna im Club «Soho House» gesichtet, wo sie eine Hotelsuite mit Blick auf den Alexanderplatz gebucht hatte, wie es hieß. Über ihre Berlin-Pläne gab es viele Spekulationen und Gerüchte. Sogar zur Premieren-Party der deutsch-türkischen Komödie «Almanya - Willkommen in Deutschland» in einer ehemaligen Bankfiliale sollte sie angeblich kommen. Aber die Reporter hielten bei Ayran-Drinks und türkischer Pizza vergeblich Ausschau. Aus der Schlagzeile «Madonna besucht Sparkasse» wurde nichts.

2008 hatte die wandelbare Künstlerin, damals noch mit Guy Ritchie verheiratet, mit ihrer Regiearbeit «Filth and Wisdom» im Gepäck das Filmfestival in den Ausnahmezustand versetzt. Dieses Mal: Keine Pressekonferenz, keine aufgelösten Fans am roten Teppich. Der Hype um Madonna war nicht ganz so groß, sondern es war eher ein tagelanges Tuschelthema: Wird sie tatsächlich im «Soho House» wohnen, das nach britischem Vorbild nur für Mitglieder zugänglich ist, oder doch in einem der üblichen Luxushotels? Feiert sie wieder im «Kaffee Burger» in der Torstraße? Und hat sie einen neuen Lover dabei?

Bei der Filmvorstellung, so war zu lesen, lief eine Szene mit einem Ehebruch. Die Regisseurin und Drehbuchautorin trug einen Bleistiftrock und ein kariertes Jackett, «im Stil einer englischen Land-Lady». Die Geschäftsfrau Madonna war da also unterwegs, nicht der Popstar. Den Ausschnitt aus «W.E.» sollten nur ausgewählte Einkäufer und Verleiher sehen. Madonnas Ausflüge ins Kinogeschäft sind, mit Ausnahme des Musicals «Evita» (1996), bisher eher Flops gewesen.

Bei der Berlinale ist der große Filmmarkt ein Treffpunkt für die Branche. Madonna wollte offenbar das angereiste Fachpublikum nutzen, um ihr Projekt, in das sie drei Jahre gesteckt haben soll, zu vermarkten. Ihr Kameramann ist der Deutsche Hagen Bogdanski («Das Leben der Anderen»). Zur Besetzung gehören Abbie Cornish («Bright Star») und Natalie Dormer («The Tudors»). Von dem Film wird man sicher noch einiges hören. Beim Festival in Cannes wird er aber nach Angaben der Verkaufsagentur nicht dabei sein. Der Kinostart ist noch offen.

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