Nominiert: „Der Baader Meinhof Komplex“ geht als bester ausländischer Film in der Nacht zum 23.Februar ins Rennen um den Preis.

Kate Winslet kann für ihre Rolle in „Der Vorleser“ auf einen Oscar hoffen.
Kate Winslet kann für ihre Rolle in „Der Vorleser“ auf einen Oscar hoffen.

Kate Winslet kann für ihre Rolle in „Der Vorleser“ auf einen Oscar hoffen.

Ein Jahr nach seinem Tod wird Heath Ledger für einen Oscar nominiert.

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Kate Winslet kann für ihre Rolle in „Der Vorleser“ auf einen Oscar hoffen.

Los Angeles. In Hochstimmung kann die deutsche Filmbranche auf die Oscar-Nacht vom 22. zum 23. Februar blicken: Das RAF-Drama "Der Baader Meinhof Komplex" hat Chancen auf einen Auslands-Oscar. "Der Baader Meinhof Komplex" von Erfolgsproduzent Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel wurde in der Kategorie bester ausländischer Film vorgeschlagen.

"Uli Edel und ich freuen uns riesig über die Nominierung, auch weil die diesjährige Konkurrenz besonders stark war", sagte Eichinger. Nach "Der Untergang" (2005) ist dies die zweite Oscar-Nominierung für Eichinger innerhalb von vier Jahren.

Als große Favoriten gehen der US-Film "Der seltsame Fall des Benjamin Button" mit 13 Nominierungen und das britische Indien-Drama "Slumdog Millionaire" mit zehn Nominierungen ins Rennen. In der Königskategorie des "besten Films" dominieren in diesem Jahr politisch-historische Stoffe.

Aus der Reihe der Nominierten fällt das Märchen "Benjamin Button"

Zu den fünf Nominierten für die Preisverleihung zählt die Verfilmung des deutschen Bestsellerromans "Der Vorleser" über eine leseunkundige ehemalige KZ-Wärterin. In "Frost/Nixon" geht es um ein legendäres Interview des früheren US-Präsidenten Richard Nixon. "Milk" ist eine Biografie des kalifornischen Politikers Harvey Milk, der in den 70ern als erster bekennender Schwuler in den USA in ein politisches Amt gewählt wurde.

"Slumdog Millionaire" beschreibt den Aufstieg eines Jungen aus einem Elendsviertel in Bombay. Aus der Reihe fällt das Film-Märchen "Benjamin Button", in dem es um einen Mann geht, der jünger statt älter wird.

Sie ist 35 Zentimeter hoch, vier Kilogramm schwer und mit Gold überzogen. Die Oscar-Statuette, der begehrteste Filmpreis der Welt, wird in der Nacht zum 23. Februar (MEZ) zum 81. Mal in Hollywood verliehen.

Traditionell gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences einen Monat vorher die Nominierungen bekannt. Für jede der 24 Kategorien werden fünf mögliche Anwärter benannt, die in die Endausscheidung kommen. Weil der Preis so begehrt ist, gilt auch die Nominierung als besondere Ehre.

Mit dem Oscar werden die besten Einzelleistungen des Vorjahres geehrt, darunter die Kategorien Bester Film, Regie, weibliche und männliche Haupt- und Nebenrolle, Drehbuch, Ausstattung, Musik, Kamera und Schnitt. 1956 wurde die Kategorie "Bester ausländischer Film" eingeführt, seit 2002 wird auch der beste animierte Spielfilm gewürdigt.

Bei den Nominierungen für die Schauspielpreise dominieren die Superstars aus Hollywood: In der Kategorie beste Hauptdarstellerin sind Kate Winslet ("Der Vorleser"), Meryl Streep ("Glaubensfrage"), Angelina Jolie ("Der fremde Sohn"), Anne Hathaway ("Rachels Hochzeit") und Melissa Leo ("Frozen River") nominiert. Um den Preis als bester Hauptdarsteller konkurrieren Brad Pitt ("Der seltsame Fall des Benjamin Button"), Mickey Rourke ("Der Wrestler"), Sean Penn ("Milk"), Frank Langella ("Frost/Nixon") und Richard Jenkins ("The Visitor").

In der Kategorie bester Nebendarsteller erhielt der Australier Heath Ledger posthum eine Nominierung für seine Rolle als "Joker" in dem Batman-Film "The Dark Knight". Die Nominierung erfolgte auf den Tag genau ein Jahr nach seinem Tod.

Zwei deutschsprachige Anwärter gibt es auch in der Kurzfilm-Kategorie. Aus Berlin ist Jochen Alexander Freydank mit "Spielzeugland" im Rennen. Reto Caffi, ein Absolvent der Kunsthochschule für Medien in Köln, kann sich ebenso Hoffnungen machen. Er hatte für "Auf der Strecke" bereits den Studenten-Oscar 2008 gewonnen. dpa/afp

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