42923493304_9999.jpg
Königin Marie-Antoinette (Diane Kruger, r.) und ihre Geliebte Gabrielle (Virginie Ledoyen).

Königin Marie-Antoinette (Diane Kruger, r.) und ihre Geliebte Gabrielle (Virginie Ledoyen).

Capelight

Königin Marie-Antoinette (Diane Kruger, r.) und ihre Geliebte Gabrielle (Virginie Ledoyen).

Die Revolution in Paris, der Sturm auf die Bastille vom 14. bis 17. Juli 1789, interessiert die Königin nicht. Marie-Antoinette (Diane Kruger) lutscht erst mal weiter ihre Bonbons und lässt sich von der königlichen Vorleserin Sidonie (Léa Seydoux) mit Texten von Marivaux und aus Modemagazinen bedienen.

Der französische Regisseur Benoit Jacquot („Schule des Begehrens“) erzählt in seinem opulenten Kostümfilm „Leb wohl, meine Königin!“ von den dramatischen Ereignissen aus der Sicht der Diener in Versailles. Denn Marie-Antoinette wird nervös, will ihre Geliebte retten und die oft abgekanzelte Sidonie soll helfen, indem sie mit der Adeligen die Rolle tauscht – was für eine geschichtliche Metapher. Jacquot bietet dem Zuschauer keine Geschichtslektion, sondern pralles Kino mit hohem Schauwert. Der Erzählfluss stockt allerdings immer wieder, so dass die Revolution etwas zäh gerät. Red/dpa

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer