Annette Bening und Julianne Moore brillieren in „The Kids Are All Right“ als Liebespaar.

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Erfolgreich und kontrollwütig: Nic (Annette Bening).

Erfolgreich und kontrollwütig: Nic (Annette Bening).

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Erfolgreich und kontrollwütig: Nic (Annette Bening).

Jedes Familienidyll hat seine Sollbruchstellen: So auch der eingespielte Haushalt von Nic (Annette Bening) und Jules (Julianne Moore). Das lesbische Pärchen, irgendwo um die 50, kennt sich seit College-Tagen. Jede hat ein Kind, Samenspender war in beiden Fällen der gleiche Mann, erzogen werden sie gemeinsam.

Dessen Identität hält das Paar geheim. Doch an ihrem 18.Geburtstag macht sich Tochter Joni (Mia Wasikowska) mit Bruder Laser (Josh Hutcherson) auf, den Erzeuger kennenzulernen - sehr zum Unmut der beiden Mütter. Dabei passt der unkonventionelle Bio-Bauer und Restaurant-Besitzer Paul (Mark Ruffalo) wie die Faust aufs Auge.

Der US-Filmerin Lisa Cholodenko ist mit "The Kids Are All Right" eine intelligente und warmherzige Komödie über Lebensentwürfe und deren Instabilität gelungen - denn Jules gefällt der coole Späthippie richtig gut.

Letztlich stellt die Begegnung mit Paul die Mütter aber nicht in Frage. Das Treffen mit dem genetischen Familienmitglied lässt sie vielmehr grübeln: War es richtig, den Mann, der ihr Glück ermöglicht hat, so lange aus dem Leben ihrer Kinder auszuschließen?

Die Antwort geben letztlich die Sprösslinge: Die sind nämlich, wie sich durch ihr reifes Verhalten herausstellt, auch ohne Mann gut gelungen - und im Falle von Laser noch nicht mal schwul, wie Nic mit ironischem Bedauern feststellt: "Dazu bist du einfach nicht sensibel genug!"

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