«Kairo 678»
Eine Schicksalsgemeinschaft (l-r): Nelly (Nahed El Sebai), Seba (Nelly Karim) und Fayza (Bushra Parwani). Foto: Arsenal Filmverleih

Eine Schicksalsgemeinschaft (l-r): Nelly (Nahed El Sebai), Seba (Nelly Karim) und Fayza (Bushra Parwani). Foto: Arsenal Filmverleih

dpa

Eine Schicksalsgemeinschaft (l-r): Nelly (Nahed El Sebai), Seba (Nelly Karim) und Fayza (Bushra Parwani). Foto: Arsenal Filmverleih

Berlin (dpa) - Drei ägyptische Frauen aus drei unterschiedlichen sozialen Schichten, die eines teilen: die demütigende Erfahrung sexueller Gewalt. Die Arbeiterin und Mutter von zwei Kinder Fayza (Bushra) muss sich täglich in den überfüllten Bussen Kairos begrapschen lassen.

Die Künstlerin Seba (Nelly Karim) wurde vor Jahren von einem ganzen Mob vergewaltigt, woran ihre Ehe zerbrach und die junge Nelly (Nahed El Sabai) entkam nur knapp ihrem Peiniger. Sie alle setzen sich zur Wehr und ziehen gegen die rücksichtslose Männergesellschaft und traditionellen Rollenmuster in den Kampf, an dem sie fast selbst zerbrechen.

Fast dokumentarisch erzählt der ägyptische Drehbuchautor Mohamed Diab in seinem bereits mehrfach ausgezeichneten Regiedebüt «Kairo 678» von sexueller Belästigung in seinem Land.

(Kairo 678, Ägypten 2010, 100 Min., FSK ab 12, von Mohamed Diab, mit Nelly Karim, Bushra, Nahed El Sebai)

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