«Das radikal Böse»
Szene des Kinofilms «Das radikal Böse» Foto: W-Film

Szene des Kinofilms «Das radikal Böse» Foto: W-Film

dpa

Szene des Kinofilms «Das radikal Böse» Foto: W-Film

Berlin (dpa) – Sie spielen in der Freizeit Fußball, schreiben an ihre Frauen und Kinder, berichten von ihren Erlebnissen in der Ferne und betrinken sich ab und zu: Ganz normale Männer sind im Einsatz an der deutschen Kriegsfront.

Doch nichts ist banal, nichts ist normal in Stefan Ruzowitzkys Kinoessay «Das radikal Böse» - der Film ist eine einzige Verstörung. Der österreichische Regisseur, dessen KZ-Drama «Die Fälscher» 2008 mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, geht in seinem neuem Werk der Frage nach, wie aus liebvollen Familienvätern und gesetzestreuen Soldaten Massenmörder werden konnten.

Auf der Grundlage von Briefen, Gerichtsprotokollen und Tagebüchern rekonstruiert Ruzowitzky in nachgestelten Szenen die Erinnerungen der Mitglieder der deutschen Einsatzgruppen, die ab 1941 an der Ostfront mehr als zwei Millionen Juden erschossen.

(Das radikal Böse, Deutschland/Österreich 2013, 96 Min., FSK ab 12, von Stefan Ruzowitzky)

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