Im vierten „American Pie“ trifft sich die Clique wieder.

Klassentreffen II
Das Beuteschema ist gleich geblieben: Oz (Chris Klein, v. l.), Jim (Jason Biggs), Finch (Eddie Kaye Thomas) ) und Kevin (Thomas Ian Nicholas ).

Das Beuteschema ist gleich geblieben: Oz (Chris Klein, v. l.), Jim (Jason Biggs), Finch (Eddie Kaye Thomas) ) und Kevin (Thomas Ian Nicholas ).

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Das Beuteschema ist gleich geblieben: Oz (Chris Klein, v. l.), Jim (Jason Biggs), Finch (Eddie Kaye Thomas) ) und Kevin (Thomas Ian Nicholas ).

Düsseldorf. Die Hormone können es einfach nicht lassen: Sie machen die Pubertät zur Hölle, nichts wünscht man sich als Teenager sehnlicher als ein Ende der ganzen peinlichen Momente sexueller Erweckung, wie sie die Clique in „American Pie“ exemplarisch für eine ganze Generation durchleben durfte.

Endlich erwachsen müssen Jim (Jason Biggs) und seine einstigen Kumpel allerdings feststellen, dass es nie aufhören wird. Schon gar nicht, wenn in ihren Beziehungen der Alltagsfrust Einzug gehalten hat, gleichzeitig aber die Triebe ihren Tribut fordern.

Jim und Michelle vergessen immer noch, die Tür abzuschließen

Mit einem liebenswürdigen, weitgehend unverkrampften Blick auf die hormonellen Nöte amerikanischer Heranwachsender war die „American Pie“-Trilogie von 1999 bis 2003 ein Publikumshit. Allein den ersten Teil sahen in Deutschland sechs Millionen Leidensgefährten.

Im dritten Teil heiratete Jim Levenstein, der Junge, der einen Apfelkuchen legendär zweckentfremdete, die etwas dröge, sexuell aber überaus aktive Michelle (Alyson Hannigan). Mit der erfüllten Zweisamkeit ist es mittlerweile nicht mehr weit her.

Ein gemeinsamer Sohn hält das junge Paar auf Trab, die gegenseitige Anziehungskraft ist passé. Um der Natur gerecht zu werden, zeigen sich die beiden hinter zugezogener Tür erfinderisch. Sie einfach mal abzuschließen, haben sie sich dummerweise immer noch nicht gemerkt.

Sie alle haben wenig dazu gelernt, die kleinen Bengel von einst, die sich in „American Pie: Das Klassentreffen“ für ein Wochenende in ihrem Heimatort wiedertreffen. Am wenigsten Stiffler (Seann William Scott), der Möchtegern-Frauenheld, dem in jedem Teil etwas im Mund hängen blieb, was dort normalerweise nicht hängen bleiben sollte. Auch diesmal muss er leiden. Er legt die Hand einfach immer wieder auf die heiße Herdplatte.

Dass die Autoren den liebgewonnenen Charakteren so wenig Lernfähigkeit zutrauen und sie nur noch einmal den erprobten Fäkalhumor durchleben lassen zu können, ist ermüdend – und ziemlich verklemmt. Selbst auf die Klarinette konnte nicht verzichtet werden. Nostalgie lässt das nicht aufkommen. Nur ein angestrengtes Lächeln.

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