Jack Kerouacs Kultbuch „On the Road“ wurde verfilmt.

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Sam Riley (l.) als Sal Paradise, Kristen Stewart als Marylou und Garrett Hedlund als Dean Moriarty im Kinofilm „On the Road – Unterwegs“.

Sam Riley (l.) als Sal Paradise, Kristen Stewart als Marylou und Garrett Hedlund als Dean Moriarty im Kinofilm „On the Road – Unterwegs“.

Concorde

Sam Riley (l.) als Sal Paradise, Kristen Stewart als Marylou und Garrett Hedlund als Dean Moriarty im Kinofilm „On the Road – Unterwegs“.

Paris. Dean und Sal berauschen sich am bloßen Sein: an Abenteuern, Drogen und Sex. Zwei lebenshungrige junge Männer, die nach Freiheit um jeden Preis suchen.

Jack Kerouac hat aus der autobiografisch gefärbten Geschichte einen der meist gelesenen Romane weltweit geschrieben. „On the Road“ (Unterwegs) wurde zu einem Bestseller, den der brasilianische Regisseur Walter Salles nun, mehr als 60 Jahre später, verfilmt hat – jedoch nicht ganz mit dem erhofften Erfolg.

Kristen Stewart läuft als ungezügelte junge Frau zu Hochtouren auf

Mit Sam Riley, Garrett Hedlund, Kristen Stewart und Kirsten Dunst in den Hauptrollen bewies Salles ein goldenes Händchen. „Twilight“-Star Stewart läuft als wilde Frau zu Hochtouren auf.

„On the Road“ war Kerouacs Durchbruch und Höhepunkt seiner Karriere. Der damals 29-Jährige schrieb 1951 die Geschichte in nur drei Wochen und hielt seine Abenteuer im Amerika Ende der 40er Jahre fest. Das Buch wurde erst 1957 veröffentlicht. Darin lässt Kerouac unermüdlich Situationen, Landschaften, Personen und Orte vorbeiziehen.

Diesem Rhythmus folgt auch Salles, nur, dass es seiner Leinwandversion an Intensität und Radikalität fehlt. Weder von dem Leben, in das Kerouac und seine Freunde sich hungrig stürzen, ist etwas zu spüren, noch von dem, nach dem sie suchen. Salles will zu sehr nacherzählen.

Er reiht Schlüsselszenen und Darstellungen sexueller Erfahrungen aneinander, die zu einem bestimmten Moment und zu einer bestimmten Zeit etwas bewegt und bewirkt haben – mehr als ein halbes Jahrhundert später jedoch weder Gefühle noch Fragen auslösen.

Vor allem Kerouac-Fans werden enttäuscht sein. Von der existenziellen Grundstimmung, die in jedem Wort des zum Manifest der Beat-Generation gewordenen Buchs mitschwingt, ist in dem Film nichts zu spüren.

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