Carrie Fisher
Gedenken an carrie Fisher am TCL Chinese Theatre in Hollywood. Foto: Eugene Garcia

Gedenken an carrie Fisher am TCL Chinese Theatre in Hollywood. Foto: Eugene Garcia

dpa

Gedenken an carrie Fisher am TCL Chinese Theatre in Hollywood. Foto: Eugene Garcia

Los Angeles (dpa) - Der Tod von US-Schauspielerin Carrie Fisher, die als Prinzessin Leia in der «Star Wars»-Saga berühmt wurde, erschüttert Hollywood. «Sie war extrem klug, eine talentierte Schauspielerin, Autorin und Komödiantin mit einer sehr farbigen Persönlichkeit, die jeder liebte», teilte «Star Wars»-Erfinder George Lucas zum Tod Fishers mit, die am Dienstag im Alter von 60 Jahren in Los Angeles starb.

«Die Welt hat sie geliebt», schrieb ihre Tochter Billie Lourd, die ebenfalls als Schauspielerin arbeitet. Alte Weggefährten Fishers zeigten sich bestürzt.

Fisher hatte am Freitag auf einem elfstündigen Flug von London nach Los Angeles etwa 15 Minuten vor der Landung einen Herzinfarkt erlitten. Nach Angaben der Fluggesellschaft United Airlines schlugen die Flugbegleiter Alarm, weil eine Passagierin in der Luft das Bewusstsein verloren hatte und auf Maßnahmen an Bord nicht reagierte. Sie erholte sich aber zunächst. Am Sonntag hatte Fishers Mutter, die Hollywood-Schauspielerin Debbie Reynolds (84), auf Facebook nach einer ärztlichen Behandlung noch erklärt, der Zustand ihrer Tochter sei stabil.

«In "Star Wars" war sie unsere große und mächtige Prinzessin - temperamentvoll, weise und voller Hoffnung in einer Rolle, die schwieriger war, als die meisten Menschen glauben», sagte Lucas. «Möge die Macht mit Dir sein», schrieb Regisseur Steven Spielberg in Anlehnung an das legendäre Film-Zitat. Fishers Mutter dankte auf Facebook «allen, die die Gaben und Talente meiner geliebten und unglaublichen Tochter» angenommen hätten.

Als Prinzessin Leia aus der «Star Wars»-Serie hatte sich die damals erst 20-jährige Fisher in die Herzen von Science-Fiction-Fans in aller Welt gespielt. 2015 kehrte sie in «Star Wars: Das Erwachen der Macht» in ihrer Paraderolle auf die Leinwand zurück. Die Tochter von Reynolds und dem Sänger Eddie Fisher (1928-2010) spielte auch in Filmen wie «Blues Brothers», «Harry und Sally» und «Lieblingsfeinde - Eine Seifenoper» mit. Sie veröffentlichte acht Bücher, darunter erst kürzlich ihre Autobiografie «The Princess Diarist».

Fishers Szenen zum im Dezember 2017 erscheinenden Film «Star Wars: Episode VIII» sind bereits abgedreht, bestätigte der Konzern Lucasfilm dem Promi-Portal TMZ. Allerdings war auch geplant, Fisher für den letzten Teil der neuen Trilogie, «Star Wars: Episode IX», zurück auf die Leinwand zu holen. Da die Dreharbeiten für diesen Film noch nicht begonnen haben, werden die Macher umplanen müssen.

Schauspieler Harrison Ford, über den Fisher schrieb, sie habe früher eine Affäre mit ihm gehabt, erklärte in einem Statement, Carrie sei einzigartig, brillant und innovativ gewesen, außerdem lustig, unerschrocken und mutig. «Wir werden sie alle vermissen.» Mark Hamill, der in der Sternenkrieger-Saga Luke Skywalker verkörperte, veröffentlichte bei Twitter ein Foto von Fisher und sich und schrieb dazu: «Keine Worte. #tief bestürzt». Auch Daisy Ridley, die in «Das Erwachen der Macht» die Schrottsammlerin Rey gespielt hatte, sprach von einem «monumentalen Verlust» und trauerte darüber, nun Abschied von Fisher nehmen zu müssen.

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