Hannelore Hoger: Nur noch zwei, drei Mal „Bella Block“.

Hannelore Hoger als Ermittlerin „Bella Block“ in der gleichnamigen ZDF-Krimireihe. Die Charakterrolle füllt sie seit 20 Jahren.
Hannelore Hoger als Ermittlerin „Bella Block“ in der gleichnamigen ZDF-Krimireihe. Die Charakterrolle füllt sie seit 20 Jahren.

Hannelore Hoger als Ermittlerin „Bella Block“ in der gleichnamigen ZDF-Krimireihe. Die Charakterrolle füllt sie seit 20 Jahren.

dpa

Hannelore Hoger als Ermittlerin „Bella Block“ in der gleichnamigen ZDF-Krimireihe. Die Charakterrolle füllt sie seit 20 Jahren.

Düsseldorf. Auf dem Fernsehbildschirm beweist sie als Ermittlerin Geistesgegenwart. In der Realität fürchtet Hannelore Hoger offenbar, genau die verlieren zu können: „Ich habe Angst davor, tüdelig zu werden“, bekennt sie in einem Interview der „Bild“.

Ihr Gegenmittel? In Bewegung bleiben. Noch „zwei bis drei Folgen“ der Krimi-Reihe „Bella Block“ drehen. „Danach höre ich auf. Das reicht ja dann auch. Nach 20 Jahren muss mal Schluss sein.“ Allerdings nur, um „offen für Neues zu sein“.

Um die 70: Hoger im kriminalistischen Unruhestand

Die Vorstellung, ab einer „gewissen Altersgrenze“ nichts mehr zu tun, findet sie schlimm. Deshalb das Verwirrspiel ums Geburtsjahr? Als „uncharmant“ bezeichnet sie es, danach gefragt zu werden, und sie gesteht, in diesem Punkt „hemmungslos“ lügen zu können.

Ihre Agentur veröffentlicht stets „Jahrgang 1943“, während das Online-Lexikon Wikipedia auf 1942 beharrt. Wie auch immer: Um die 70 ist das gängige Rentenalter erreicht, und so agiert auch ihr TV-Charakter „Bella Block“ seit geraumer Zeit im kriminalistischen Unruhestand.

Die Hamburgerin mit der tiefen Stimme ist als schwierig gefürchtet. Was Hoger selbst nicht für einen Makel hält: „Ich scheue keine Auseinandersetzung, womit ich nicht streiten meine. Sicher bin ich grundsätzlich kein einfacher Mensch, aber warum sollte ich das auch sein?“

So mancher Bösewicht und auch Kollege im Umfeld der Block’schen Mordfälle bekam das zu spüren. Derart ruppig bisweilen, dass die weiche Brechung zwingend erscheint. Wie – zurück im wahren Leben – bei der Verleihung der Grimme-Preise 2012.

Als sie den Sonderpreis für ihr Lebenswerk bekommt, bedankt sie sich unter Tränen auch bei Tochter Nina: „Du hast nie ein schlechtes Wort für mich gefunden. Du bist mein Herz.“ Die Schauspiel-Karriere hat ihren Tribut gefordert: Zeit fürs Kind zum Beispiel.

Was die Zuschauer mögen? „Dass ich eine normale, etwas zu dicke Tante bin. Viele Frauen können sich mit der Figur identifizieren.“ Mit dieser (Selbst-)Einschätzung dürfte sie goldrichtig liegen. Wie schade für die Fans dieser Anti-Iris-Berben („Rosa Roth“), dass sie aufhören will.

Das ZDF stellt die nächste, bereits fertige Folge („Hundskinder“) für Mitte März in Aussicht. Und was kann nach „Bella Block“ kommen? Vielleicht Hogers Wunschrolle: „Den Narren im König Lear.“ iff

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer