Grace Kelly und Lady Diana: Zwei Schicksale, die sich ähneln und in einem Tod enden, der viele Rätsel aufgibt. Idealer Stoff für die Leinwand.

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Concorde Filmverleih, Bild 1 von 2

Paris. Per Trauschein schlüpften sie in eine Traumrolle, ein Autounfall bereitete ihrem Hochglanzleben ein jähes Ende. Das Schicksal schenkte Prinzessin Diana und Fürstin Gracia Patricia nicht nur Glanz und Glamour. Zufall oder nicht – zu beiden Frauen kommen nun in kurzem zeitlichen Abstand die ersten größeren Kinofilme heraus.

Der Film „Diana“ mit Naomi Watts schildert die letzten beiden Jahre im Leben der Britin und feiert am Donnerstag Deutschlandpremiere. „Grace of Monaco“ mit Nicole Kidman in der Hauptrolle legt den Schwerpunkt auf die Jahre 1961/62. Zu dieser Zeit war die einstige Hollywood-Diva Grace Kelly bereits mehrere Jahre Fürstin von Monaco. Der Film soll am 19. März in Frankreich Premiere feiern.

Diana und Grace Kelly: Zwei Biografien, die von märchenhaften Begebenheiten leben und erstaunliche Parallelen aufweisen. Beide kamen aus wohlhabenden Familien, heirateten in Herrscherhäuser ein und wurden zu Legenden. Dazwischen lagen Jahre des Glücks und der Tragik.

750 Millionen TV-Zuschauer sahen Dianas Verwandlung zur Prinzessin

Für Diana begann das Märchen am 29. Juli 1981, als sie in der Londoner St Paul’s Cathedral dem derzeitigen britischen Thronfolger Prinz Charles das JaWort gab. Vor rund 3500 Menschen und 750 Millionen Fernsehzuschauern wurde aus dem Kindermädchen Diana Frances Spencer eine Prinzessin.

Hollywood-Diva Grace Kelly kam am 12. April 1956 mit dem Schiff aus Amerika in Monaco an, um nach der kirchlichen Trauung mit Fürst Rainier III. am 19. April als Fürstin von Monaco ihr neues Leben zu beginnen.

Der Hamburger Oliver Hirschbiegel (57) führte in „Diana“ Regie, das Drehbuch basiert auf dem Buch „Diana – Her Last Love“. Der Film feierte im September Premiere in London, bei der britischen Presse fiel er gnadenlos durch.
 

Olivier Dahan führt Regie, in den Hauptrollen sind Nicole Kidman Tim Roth und Frank Langella zu sehen. Neben Kidman waren auch Reese Witherspoon, Gwyneth Paltrow, Kate Hudson für diese Rolle im Gespräch.

Beider Tod gleicht einem Krimi. Prinzessin Diana starb im Alter von 36 Jahren zusammen mit dem Milliardärserben Dodi al-Fayed am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris. Um die Vorgänge in der Unfallnacht ranken sich bis heute noch mysteriöse Verschwörungstheorien.

Fürstin Gracia Patricia verunglückte am 13. September 1982 auf einer kurvigen Küstenstraße bei Monaco und starb einen Tag später an den Folgen. Auch um ihren Tod gab es viele Spekulationen und Gerüchte – warum verzichtete die 52-jährige Fürstin auf ihren Chauffeur? War es ein Schlaganfall, ein Streit mit ihrer Tochter, oder saß die damals 17-jährige Stéphanie gar am Steuer? Wie es zu dem Unfall kam, ist bis heute unklar.

Glück und Unglück lagen bei beiden dicht beieinander. Diana verlor ihren Titel mit der Scheidung von Charles im Jahr 1996. Gracia trauerte ihrer Karriere nach, wurde zunehmend depressiv. Diana und Gracia: Zwei Frauen, deren Leben viel Filmstoff bot und deren Schicksal sie nun auf der Leinwand vereint.

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