DVD-Tipp

Ein Hauch von Quentin Tarantino weht durch diesen Film. Das hat weniger mit den Qualitäten der Regisseurin Aimee Lagos zu tun, es ist eher eine Art Dejà-vu-Effekt. Denn wie bei „Reservoir Dogs“ und „Pulp Fiction“ sind bei „96 Minuten“ die Sitze eines Autos mit Blut getränkt, und wie bei den offensichtlichen Vorbildern entsteht erst langsam ein Bild dessen, was geschehen ist.

Die beiden Ghetto-Kids Kevin (J. Michael Trautmann) und Dre (Evan Ross) entführen zwei junge Frauen (Brittany Snow, Christian Serratos). Wie diese vier Leben so tragisch kollidieren konnten, erzählt Lagos mittels Rückblenden. Dass sie dabei zu heftig die Keule der Sozialkritik schwingt und gelegentlich Plot und Charaktere vernachlässigt, ist verzeihlich – auch wenn das Tarantino natürlich nie passiert wäre. (cel)

96 Minuten, Sunfilm, 93 Minuten, FSK ab 16.

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