Charlotte Kerr und Friedrich Dürrenmatt
Charlotte Kerr und Friedrich Dürrenmatt in Locarno (August 1990). Foto: Christoph Ruckstuhl

Charlotte Kerr und Friedrich Dürrenmatt in Locarno (August 1990). Foto: Christoph Ruckstuhl

dpa

Charlotte Kerr und Friedrich Dürrenmatt in Locarno (August 1990). Foto: Christoph Ruckstuhl

Wien/Bern (dpa) - Die Schauspielerin und Regisseurin Charlotte Kerr, die zweite Ehefrau und Witwe des Schweizer Dramatikers Friedrich Dürrenmatt (1920-1990), ist tot.

Kerr sei im Alter von 84 Jahren bereits am Mittwoch in einem Krankenhaus in Bern gestorben, sagte die Direktorin des Centre Dürrenmatt Neuchâtel, Janine Perret Sgualdo, der Deutschen Presse-Agentur dpa am Sonntag.

Perret Sgualdo sagte, Charlotte Kerr sei bereits seit längerer Zeit krank gewesen. Sie habe sich aber bis zuletzt sehr für die Aktivitäten im Centre Dürrenmatt interessiert und als Vizepräsidentin wichtige Impulse gesetzt.

Kerr wurde am 29. Mai 1927 in Frankfurt am Main geboren. Sie arbeitete als Schauspielerin, Filmemacherin und Regisseurin und war unter anderem als General Lydia van Dyke in «Raumschiff Orion» bekannt. Sie wurde häufig fälschlicherweise als Tochter des Berliner Theaterkritikers Alfred Kerr bezeichnet.

Charlotte Kerr hatte den Schweizer Schriftsteller Dürrenmatt 1983 kennengelernt. 1984 heirateten die beiden. Nach dem Tod ihres Mannes war Charlotte Kerr die treibende Kraft hinter der Schaffung des Centre Dürrenmatt Neuchâtel, in dem seit dem Jahr 2000 das zeichnerische Werk des Literaten präsentiert wird. «Ohne Frau Kerr hätte es das Centre nicht gegeben», sagte Direktorin Perret Sgualdo.

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