Isser nicht süß: Berlinale-Chef Dieter Kosslick auf der Programm-Pressekonferenz. Foto: Jens Kalaene
Isser nicht süß: Berlinale-Chef Dieter Kosslick auf der Programm-Pressekonferenz. Foto: Jens Kalaene

Isser nicht süß: Berlinale-Chef Dieter Kosslick auf der Programm-Pressekonferenz. Foto: Jens Kalaene

dpa

Isser nicht süß: Berlinale-Chef Dieter Kosslick auf der Programm-Pressekonferenz. Foto: Jens Kalaene

Berlin (dpa) - Der Wettbewerb der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin (9. bis 19. Februar) ist komplett. Als 18. und letzten Film für das Rennen um den Goldenen Bären gab das Festival am Dienstag das chinesische Drama «Bai lu yuan» (Land des weißen Hirsches) von Wang Quan'an bekannt.

Der Regisseur hatte vor zwei Jahren mit seiner Tragikomödie «Tuan Yuan» («Apart Together») die Berlinale eröffnet. Wang Quan'an wurde für das Drehbuch zu dem Film mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Mit «Tuyas Hochzeit» hatte der Regisseur 2007 den Goldenen Bären der Berlinale geholt.

Sein neuer, rund dreieinhalb Stunden langer Film «Bai lu yuan» entstand nach dem gleichnamigen Historien-Epos des Schriftstellers Chen Zhonghsi - einem der umstrittensten Romane der zeitgenössischen chinesischen Literatur, wie Berlinale-Direktor Dieter Kosslick sagte.

Alle 18 Wettbewerbsfilme feiern bei den Berliner Filmfestspielen ihre Weltpremiere. Auch drei deutsche Filmemacher haben Bären-Chancen: Christian Petzold mit «Barbara», Hans-Christian Schmid mit «Was bleibt» und Matthias Glaser mit «Gnade».

Das weltweit größte Publikumsfestival zeigt in seinen verschiedenen Reihen insgesamt fast 400 Filme aus aller Welt. Stars wie Hollywoodschauspielerin Angelina Jolie, Oscar-Anwärterin Meryl Streep und Teenie-Schwarm Robert Pattinson werden erwartet.

Mit einer Berlinale-Kamera ehrt das Festival den Amerikaner Ray Dolby. Er habe mit der nach ihm benannten Technik den Raumklang im Kino revolutioniert und einen großen Teil dazu beigetragen, dass Filme heute für den Zuschauer auch akustische Erlebnisse sind, so die Berlinale.

Die Regisseurin Ulrike Ottinger («Prater», «Freak Orlando») wird bei der Berlinale mit einem Teddy Award für ihr Lebenswerk geehrt - als «wahre Avantgardistin», wie es in der Mitteilung des schwul-lesbischen Filmpreises heißt. Außerdem erhält der Underground-Schauspieler Mario Montez eine Trophäe als «Pate aller Superstars». Der Preis, der am 17. Februar zum 26. Mal verliehen wird, würdigt schwule und lesbische Werke bei den 62. Internationalen Filmfestspielen Berlin.

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