Fatih Akin
Fatih Akins «The Cut» wird nun auch in der Türkei gezeigt. Foto: Andrea Merola

Fatih Akins «The Cut» wird nun auch in der Türkei gezeigt. Foto: Andrea Merola

dpa

Fatih Akins «The Cut» wird nun auch in der Türkei gezeigt. Foto: Andrea Merola

Istanbul (dpa) - Der Film des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin (41) über das Schicksal der Armenier im Osmanischen Reich kommt nun auch in der Türkei ins Kino. Das Drama «The Cut» (türkisch: «Kesik») läuft nach Angaben von Kinobetreibern an diesem Freitag an.

«The Cut» erzählt von einem Armenier, der ein Massaker nur mit viel Glück überlebt. Als er erfährt, dass seine beiden Töchter ebenfalls noch leben sollen, macht er sich auf die Suche nach ihnen.

Türkische Ultranationalisten hatten im August gedroht, eine Filmvorführung in der Türkei nicht zuzulassen. «Dieser Film wird in keinem einzigen Kino in der Türkei gezeigt werden», hieß es laut Zeitung «Radikal» in einer Twitter-Nachricht der Rechtsextremen. In Deutschland lief der Film bereits im Oktober im Kino an.

Die systematische Vertreibung der Armenier begann im Jahr 1915. Im Jahr 1987 stufte das Europaparlament in Straßburg die Tragödie als «Völkermord» ein und forderte Ankara mehrmals auf, diesen anzuerkennen. Die Türkei bestreitet jedoch vehement, dass es einen Genozid gegeben habe.

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