Die New Yorker Show Shadowland kommt ab Januar nach Nordrhein Westfalen.

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„Nur“ Schatten: Gewaltige Elefanten bevölkern in der Show die Bühne.

„Nur“ Schatten: Gewaltige Elefanten bevölkern in der Show die Bühne.

Ein Besucher schaut sich in der Staatsbibliothek Berlin die Ausstellung der Amerikanischen Reisetagebücher Alexander von Humboldts an.

Emmanuel-Donny, Bild 1 von 2

„Nur“ Schatten: Gewaltige Elefanten bevölkern in der Show die Bühne.

Essen. Menschliche Körper verschmelzen zu einem Auto mit wippenden Scheibenwischern. Dann lösen sie sich wieder auf und formen eine riesige Venusfalle mit um sich greifenden Tentakeln, bevor aus der Riesenpflanze ein friedlicher Elefant wird, der sich mit dem Rüssel Gras ins Maul schiebt. All dies sind Illusionen einer fremden, in ihren klaren Strukturen aber faszinierenden Schattenwelt.

Auf die Bühne gebracht wird die außergewöhnliche Show „Shadowland“ von dem New Yorker Pilobolus Dance Theater, das nach Gastspielen in Hamburg, München und Hannover ab dem 20. Januar ins Essener Collosseum Theater kommt. Weitere NRW-Stationen sind Aachen, Bonn und Düsseldorf.

Die Geschichte, die als roter Faden das Geschehen auf der Bühne zusammenhält, ist die eines jungen Mädchens, das nachts plötzlich aufwacht und sich aufmacht in die Welt der Schatten, die sie schützt aber auch gefangen hält. Dort erlebt sie ähnlich wie Alice im Wunderland zahlreiche Abenteuer.

Derzeit sind die US-Künstler in einem Studio in Hürth zu Gast. Dort proben sie für ihren etwas anderen Jahresrückblick für die RTL-Show „Menschen, Bilder, Emotionen“ (Sonntag, 20.15 Uhr). Dort stellen sie Ereignisse wie die Fußball-WM, das Jubiläum des Mauerfalls und die Weltraumreise von Alexander Gerst als Schatten dar.

„Bei neuen Figuren ist es wie bei einer Jam-Session in der Musik. Wir bewegen uns gemeinsam und entwickeln so die Figuren, die wir als Schatten darstellen“, erklärt Hauptdarstellerin Heather Jeane Favretto, die als „Dog Girl“ die Welt der Schatten kennenlernt.

Die Bereiche vor und hinter der Leinwand sind unterschiedliche Welten. Durch den Abstand zwischen der Lichtquelle und der Leinwand wird die Größe der dargestellten Objekte verändert, so dass die Tänzer gestaffelt hinterander sitzen und liegen und sich so beispielsweise zu einem Elefanten vereinigen.

Jedes Mitglied des Ensembles bringt neue Facetten mit

„Das, was wir auf der Bühne machen, erfordert höchste Fitness, da es sehr viele athletische Elemente gibt“, sagt Jacob Michael Warren. Dabei verändert sich die Show stetig: „Jedes neues Ensemblemitglied bringt wieder neue Facetten mit, da jeder aus einem anderen Bereich kommt“, sagt Marlon Feliz.

Universell ist die Sprache der Schatten: „Die Leute sind begeistert, egal ob wir in Abu Dhabi, China oder in Brasilien auftreten. Jeder will wissen, wie die Figuren entstehen und wird von ihnen berührt“, sagt Mark Fucik, der die Proben in Hürth leitet.

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