Als Autorin von Kinohits wie „Keinohrhasen“ ist Anika Decker bekannt geworden. Auch ihr neues Werk „High Society“ ist amüsant.

Komödie
Anabel (r., Emilia Schüle), Carmen (Katja Riemann) und Benjamin (Marc Benjamin) in einer Filmszene.

Anabel (r., Emilia Schüle), Carmen (Katja Riemann) und Benjamin (Marc Benjamin) in einer Filmszene.

Anabel (r., Emilia Schüle), Carmen (Katja Riemann) und Benjamin (Marc Benjamin) in einer Filmszene.

Knallhart richtet sich die Liebeskomödie „High Society“ von Anika Decker an ein deutlich junges Publikum und buhlt mit schnellen Bildern aus dem Berlin der Gegenwart, poppiger Musik und jeder Menge frechen Sprüchen um Aufmerksamkeit. Die 42-jährige Decker, die als Drehbuchautorin für Kinohits wie Til Schweigers „Keinohrhasen“ (2007) und Detlev Bucks „Rubbeldiekatz“ (2011) reüssierte und mit „Traumfrauen“ 2016 ihr erfolgreiches Regiedebüt feierte, baut in die von ihr selbst verfasste, eher seicht daher kommende Geschichte durchaus nachdenkenswerte Aspekte ein. Identitätssuche und wahre Werte zum Beispiel. Und die erstklassigen Darsteller lassen sich spürbar gern mitreißen vom schrägen Geschehen.

Allen voran agiert Katja Riemann schwer berlinernd als Proletin mit buddhistischen und konsumkritischen Ambitionen. Ihre Carmen Schlonz, eine Supermarktkassiererin, die den Kunden so manches Produkt ausredet, ist die wahre Mutter der Heldin Anabel von Schlacht (Emilia Schüle). Bislang wähnte sich die 25-Jährige nämlich als Tochter einer schwerreichen, wenngleich dekadenten Unternehmerfamilie. Lebte ein Leben mit Designerklamotten und Luxuspartys, in dem allein ihre Bis-Dato-Mutter Trixi (Iris Berben) nervte. Doch dann stellt sich heraus, dass Anabel als Baby in der Klinik von Prosecco trinkenden Säuglingsschwestern vertauscht worden war. dpa

Wertung: n n n n n

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