Am Samstag wird der Kritiker, Autor und Moderator Hellmuth Karasek 80 Jahre alt.

Angelika Warmuth

Hamburg. „Ich wollte Journalist werden, natürlich auch, um die Großen dieser Welt zu interviewen, sprechen, kritisieren und bewundern zu können“, schreibt Hellmuth Karasek in seiner Autobiografie „Auf der Flucht“. Das ist ihm auch gelungen: Ob Billy Wilder, Marlene Dietrich oder Woody Allen – Karasek hat sie alle getroffen. Ein breites Publikum kennt ihn aber vor allem aus der ZDF-Sendung „Das literarische Quartett“, die er zwölf Jahre lang neben Marcel Reich-Ranicki prägte. Am Samstag wird Karasek 80 Jahre alt.

„Billy Wilder, mit dem ich fünf Sommer lang an seiner Biografie geschrieben habe, und Marcel Reich-Ranicki, mit dem ich zwölf Jahre lang im Literarischen Quartett zusammenarbeitete, sind beruflich die wichtigsten Menschen in meinem Leben gewesen“, sagt der Kritiker, Autor und Moderator.

Seine journalistische Laufbahn begann Karasek – 1934 als eines von fünf Kindern im mährischen Brünn geboren – bei der „Stuttgarter Zeitung“, danach war er Theaterkritiker bei der Wochenzeitung „Die Zeit“. Es folgten 22 Jahre im Kulturressort beim „Spiegel“. Seine Erfahrungen verarbeitete Karasek in dem Roman „Das Magazin“, was ihm viele übelnahmen.

„Das Fernsehen hat mein Leben am meisten verändert“, versichert Karasek. Seitdem kennen die Menschen sein Gesicht, auch wenn sie ihn manchmal mit Literaturnobelpreisträger Günter Grass verwechseln. Im Moment schreibt er wieder an einem neuen Buch. „Darüber rede ich erst, wenn es fertig ist – sonst schreiben Sie nachher, ,Karasek schreibt Faust III’“, sagt er.

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