Szene aus der Oper "Ohne Titel Nr. 1" von Herbert Fritsch in Berlin. Foto: Daniel Naupold
Szene aus der Oper "Ohne Titel Nr. 1" von Herbert Fritsch in Berlin. Foto: Daniel Naupold

Szene aus der Oper "Ohne Titel Nr. 1" von Herbert Fritsch in Berlin. Foto: Daniel Naupold

dpa

Szene aus der Oper "Ohne Titel Nr. 1" von Herbert Fritsch in Berlin. Foto: Daniel Naupold

Berlin (dpa) - Die Münchner Bühnen sind beim 51. Berliner Theatertreffen gleich mit vier Inszenierungen vertreten. Darunter ist Heiner Müllers «Zement» vom Residenztheater.

Es ist die letzte Regiearbeit von Dimiter Gotscheff, der 2013 starb. Vom Schauspielhaus Zürich kommen zwei Inszenierungen - von Alvis Hermanis («Die Geschichte von Kaspar Hauser») und Karin Henkel («Amphitryon und sein Doppelgänger»), wie die Berliner Festspiele am Montag mitteilten. Das Theatertreffen, dieses Jahr vom 2. bis 18. Mai, gilt als das wichtigste Bühnentreffen im deutschsprachigen Raum.

Als zweites Stück vom Münchner Residenztheater wurde «Reise ans Ende der Nacht» in der Regie des Berliner Volksbühnen-Intendanten Frank Castorf eingeladen. Die Kammerspiele zeigen «Fegefeuer in Ingolstadt» von der Nachwuchsregisseurin Susanne Kennedy sowie Alain Platels «Tauberbach», eine Koproduktion. Mit Robert Borgmann, der am Schauspiel Stuttgart Tschechows «Onkel Wanja» auf die Bühne brachte, ist neben Kennedy ein weiterer Nachwuchsregisseur dabei.

Die Berliner Bühnen stehen nur einmal bei den zehn «bemerkenswertesten Inszenierungen» auf der Liste: mit Herbert Fritschs Oper «Ohne Titel Nr. 1», die kürzlich an der Volksbühne uraufgeführt wurde.

Die Theatergruppe Rimini Protokoll wurde mit «Situation Rooms» ausgewählt. Darin schlüpften die Zuschauer bei der Ruhrtriennale in die Rolle von Menschen, deren Leben auf unterschiedliche Weise von Krieg geprägt ist. Dokumentarisch ist auch der Blick der Inszenierung «Die letzten Zeugen» vom Wiener Burgtheater, die Überlebende des Nationalsozialismus auf die Bühne holte.

«Die Auswahl zum 51. Theatertreffen demonstriert, dass die deutsche Stadttheaterlandschaft ein ständiger Ort der Erneuerung und mutigen ästhetischen Setzung ist», sagte Yvonne Büdenhölzer, die Leiterin des Bühnentreffens. Den verstorbenen Regisseur Gotscheff würdigte sie als «großen Theatermann und kompromisslosen Zeitgeistverweigerers». Das Festival ehrt ihn mit einem «Focus Gotscheff».

In der Kritikerjury, die die Auswahl aus 395 Inszenierungen traf, saßen Barbara Burckhardt, Anke Dürr, Peter Laudenbach, Christoph Leibold, Daniele Muscionico, Bernd Noack und Andreas Wilink. Der Spielplan zum Theatertreffen wird am 4. April veröffentlicht. Die Vorverkauf startet am 12. April.

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