Pascale Pfeuti gibt in Mainz den Gestiefelten Kater. Foto: Martina Pipprich/Staatstheater Mainz
Pascale Pfeuti gibt in Mainz den Gestiefelten Kater. Foto: Martina Pipprich/Staatstheater Mainz

Pascale Pfeuti gibt in Mainz den Gestiefelten Kater. Foto: Martina Pipprich/Staatstheater Mainz

dpa

Pascale Pfeuti gibt in Mainz den Gestiefelten Kater. Foto: Martina Pipprich/Staatstheater Mainz

Mainz (dpa) - Mit einem unterhaltsamen Schauprozess will das Mainzer Staatstheater die Verbrechen und Straftaten aus dem Märchen «Der gestiefelte Kater» aufarbeiten.

Am 13. Januar gehe es bei der fiktiven Gerichtsverhandlung unter anderem um Zwangsheirat, illegalen Waffenbesitz, Geiselnahme und Tierquälerei, wie das Staatstheater mitteilte. Dazu hat sich das Ensemble fachkundige Hilfe ins Haus geholt: Anklage und Verteidigung werden von Jurastudenten aus Mainz und Frankfurt vorgetragen, den Richter spielt ein Jura-Professor. Die Schauspieler des Weihnachtsmärchens übernehmen die Rollen der Zeugen.

Das diesjährige Familienstück «Der gestiefelte Kater» haben laut Staatstheater inzwischen rund 30 000 Besucher gesehen. In dem Schauprozess soll es nun um die Straftaten hinter der bunten Märchenfassade gehen. Dazu zählen auch schwere Körperverletzung, Hausfriedensbruch, Erpressung sowie Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz und das Arbeitsrecht. Dennoch hätten die Brüder Grimm und die Mainzer Inszenierung ihre Helden und Antihelden bislang beinahe ungeschoren davon kommen lassen.

Bei der ungewöhnlichen Kooperation machen die Studentenvereinigung ELSA (The European Law Students Association) und der Fachbereich Rechtswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit.

Bei sogenannten Moot Courts handelt es sich um Gerichtsprozesse, die fiktive Fälle zum Gegenstand haben. In vielen Märchen kämen etwa Notwehr oder auch Mord vor, teilte das Theater mit. Daher eigne sich dieses Genre besonders gut als unterhaltsame Grundlage einer solchen Verhandlung.

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