Ulm (dpa) - Ehrenhafter Soldat oder NS-Mitläufer? Das Theater Ulm hat sich am Donnerstagabend an einer Neuinterpretation von «Wüstenfuchs» Erwin Rommel versucht. Gunther Nickels verkörperte dabei den Weltkriegsgeneral als einen Mann, der hin- und hergerissen ist zwischen Treue zum NS-Regime und Rechtschaffenheit.

Die Uraufführung des Stücks von Michael Sommer und Stephan Suschke konzentrierte sich vor allem auf die letzten Monate von Rommels Leben, die 1944 in Herrlingen bei Ulm schließlich in seinen Selbstmord mündeten. Dabei zeigte es, wie die Verklärung des Generals ihren Anfang nahm. Das Publikum nahm die Interpretation mit höflichem, aber nicht überschwänglichem Applaus auf.

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