Das Mecklenburgische Staatstheater von Schwerin braucht Geld. Foto: Jens Büttner
Das Mecklenburgische Staatstheater von Schwerin braucht Geld. Foto: Jens Büttner

Das Mecklenburgische Staatstheater von Schwerin braucht Geld. Foto: Jens Büttner

dpa

Das Mecklenburgische Staatstheater von Schwerin braucht Geld. Foto: Jens Büttner

Schwerin (dpa) - Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin ist wegen einer Etatlücke von 1,4 Millionen Euro erneut von Insolvenz bedroht. In den nächsten drei Wochen müsse das Finanzloch gestopft werden, sonst müsse Intendant Joachim Kümmritz Insolvenz anmelden, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung Schwerin sagte.

Ein Rettungsplan von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Die Linke) war am Montagabend vorerst gescheitert, die Stadtvertreter verweigerten ihre Zustimmung. Gramkow will 1,17 Millionen Euro Umlandumlage von den sogenannten Speckgürtel-Dörfern rund um die Landeshauptstadt für die Theaterrettung verwenden. Die Abgeordneten signalisierten Beratungsbedarf. Mitte Februar soll in einer Sondersitzung der Stadtvertretung erneut über den Vorschlag abgestimmt werden. Den Rest des Finanzlochs, rund 200 000 Euro, soll das Staatstheater mit eigenen Einsparungen schließen.

Erst im Herbst vergangenen Jahres war eine Insolvenz des Staatstheaters mit knapper Not abgewendet worden. Damals fehlten eine Million Euro. Daraufhin beschloss der Aufsichtsrat ein Sanierungskonzept mit drastischen Einschnitten. Dazu gehört die Schließung der Fritz-Reuter-Bühne, einzige professionelle Niederdeutsch-Bühne in Mecklenburg-Vorpommern. Das Konzept wird voraussichtlich in den Jahren 2013/14 greifen.

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