Der neue Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, Christoph Meyer, und sein erstes Programm.

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Sein neuer Arbeitsplatz liegt ganz nahe an der Skyline des Rheinhafens: Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, stellte gestern sein erstes Programm für die Spielzeit 2009/2010 vor.

Sein neuer Arbeitsplatz liegt ganz nahe an der Skyline des Rheinhafens: Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, stellte gestern sein erstes Programm für die Spielzeit 2009/2010 vor.

Hans-Jörg Michel

Sein neuer Arbeitsplatz liegt ganz nahe an der Skyline des Rheinhafens: Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, stellte gestern sein erstes Programm für die Spielzeit 2009/2010 vor.

Düsseldorf/Duisburg. Dieses Jahresprogramm kann sich sehen lassen! Auf jeden Fall ist es dazu angetan, die Neugier auf die Oper neu zu entfachen: 14 Premieren, davon allein fünf im Ballett, 14 Wiederaufnahmen, zwei Kooperation und zwei Sonderveranstaltungen lassen aufmerken.

Das Musiktheater reicht von der Großen Oper (Wagners "Tristan und Isolde" über Raritäten wie "Peter Grimes" von Britten bis hin zur zeitgenössischen Musik hält dieser Spielplan alles bereit.

Da darf Einer nicht fehlen: Entertainer Harald Schmidt. "Dirty Harry" setzt Franz Lehárs Operette "Die Lustige Witwe" in Szene. Premiere soll am 4. Dezember in Düsseldorf, am 12. Februar im Duisburger Partnerhaus sein. Mit einer großen Gala und einem Premieren-Doppelschlag wird Intendant Meyer die Spielzeit 2009/2010 einläuten.

Mit Christof Loy, Gregor Horres und Roland Schimmelpfennig

Schon die Moderne lässt eine zukunftsfreudige Hand erkennen. Da wäre "Das Gesicht im Spiegel" von Jörg Widmann, das übrigens Gregor Horres inszeniert, der Sohn des früheren Intendanten.

Es handelt von der Erschaffung eines künstlichen Menschen (Libretto: Roland Schimmelpfennig). Auch Christof Loy ist wieder mit von der Partie. Seine Handschrift prägt die Oper "Louise" des Franzosen Gustave Charpentier, 1900 in Paris uraufgeführt.

Und wann hätte man hier je ein Werk des französischen Barock-Komponisten Jean-Philippe Rameau (1683-1764) gehört? In seiner lyrischen Komödie "Le Paladins" (Regie: die Choreografin Arila Siegert) kombinierte er italienische mit traditionellen französischen Elementen. Bei der Neuinszenierung von Strauss’ "Salome" lernt man die Regisseurin Tatjana Gürbaca kennen.

In Brittens "Peter Grimes" lauscht man erstmals Axel Kobers Schlag, der ebenso bei Lehár, bei Wagners neuem "Tristan" (Regie: Claus Guth), einer Kooperation mit Zürich, und Jörg Widmann zum Taktstock greift. Und mit Frank Schwemmers Abenteueroper "Robin Hood" wird eine Reihe "Junges Publikum" ins Leben gerufen.

Allenthalben macht sich das Plus an drei Millionen Euro im Düsseldorfer Etat (gesamt: 33 Millionen) bemerkbar - nicht nur der Mai macht alles neu. So hat die Oper ein neues Corporate Design, ein weißes O auf nachtblauen Rheinwellen und mit Hans-Jörg Michel einen festen eigenen Fotografen.

Ab Donnerstag soll auch der Vorverkauf für Tickets im Internet auf der neuen Homepage klappen. "Oper am Rhein für alle!" heißt die Eröffnungsgala am 29. August. Die Preise sind nicht nur nicht gestiegen, sondern laut Jochen Grote, bis 2011/12 Geschäftsführender Direktor, stabil geblieben.

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