musiktheater Direktor Ioan Holender siegte im Behörden-Kampf.

Wien. Ein Jahr vor seinem Abschied als Intendant der Wiener Staatsoper hat Ioan Holender es geschafft: Die Staatsoper wird künftig bis zu 60 Vorstellungen pro Spielzeit live auf eine große Videowand auf den angrenzenden Herbert von Karajan-Platz übertragen. Damit hat Holender, Wiens am längsten amtierender Operndirektor, einen Erfolg errungen. Ab Sonntag werden vier Monate lang Aufführungen auf der rund 50 Quadratmeter großen Wand gezeigt. Finanziert wird die Übertragung durch Sponsoren und Werbung.

Zum 140. Geburtstag des Hauses am Wiener Ring wird am 25. Mai, wie schon zur Eröffnung der Staatsoper, Mozarts "Don Giovanni" aufgeführt - es ist die 876. Aufführung des "Giovanni". Rechtzeitig zum Jubiläum erinnert eine Ausstellung an die Geschichte der Staatsoper, in der immerhin die Komponisten Verdi, Wagner, Strauss und Schönberg eigene Werke dirigierten und alle großen Taktstockvirtuosen von Mahler über Böhm und Furtwängler bis hin zu Karajan am Dirigentenpult standen. dpa

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