Gerade arme Großstädte kommen nicht ohne Theater aus. Sie würden einen wesentlichen Teil ihrer ohnehin angeschlagenen Lebensqualität verlieren. Dabei hilft es nicht, Besucher- und Einwohnerzahlen aufzurechnen. Das Beispiel Wuppertal zeigt, dass bei vielen Aufführungen die Mehrzahl der Ränge leer bleibt und der Rest von einem eher betagten Publikum besetzt ist. Doch sobald es dem Theater an den Kragen geht, steht plötzlich eine ganze Stadt auf. Auch Theatermuffel wollen nicht auf Theater verzichten. Finanzierbar ist es aber nicht mehr. Also müssen die armen Städte auch auf ihren Bühnen enger zusammenrücken und mehr Theaterehen eingehen. Im Protest gegen Bund und Land funktioniert die Zusammenarbeit ja auch.

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