Zum Auftakt der 60. Filmfestspiele in Berlin kamen Stars wie Jürgen Vogel und Tilda Swinton.

Berlin. Mit der Weltpremiere des chinesischen Liebesdramas "Tuan Yuan" (Getrennt zusammen) startete am Donnerstagabend die 60. Berlinale. Zur Festivaleröffnung waren mehr als 1600 Zuschauer in den Berlinale-Palast am Potsdamer Platz geladen, darunter die versammelte deutsche Filmprominenz wie Senta Berger, Mario Adorf, Anna Maria Mühe und Jessica Schwarz. In Gegenwart von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und dem Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit eröffnete Berlinale-Direktor Dieter Kosslick das Filmspektakel. Anke Engelke führte durch den Abend. Und natürlich war auch die Jury vor Ort, mit ihrem Vorsitzenden Werner Herzog ("Fitzcarraldo").

Festival-Eröffnung mit politischer Botschaft

Mit dem Film des chinesischen Regisseurs Quan’an holte Kosslick zum Festivalauftakt nicht das starbesetzte Glamour-Kino auf den roten Teppich. Er setzte vielmehr ein Zeichen dafür, dass die Berlinale sich auch im 60. Jahr ihres Bestehens als Festival mit politischer Botschaft versteht.

Bis zum 21. Februar zeigt der Wettbewerb rund 400 Filme aus aller Welt. Stars wie Leonardo DiCaprio, Martin Scorsese, Ben Stiller, Shah Rukh Kahn, Jeanne Moreau, Jackie Chan und Gérard Depardieu werden ab dem Wochenende erwartet. Im Wettbewerb um den Goldenen Bären sind neben "Tuan Yuan" weitere 19 Regiearbeiten.

Auch drei deutsche Filmemacher sind in der Konkurrenz. Oskar Roehler erzählt in "Jud Süß - Film ohne Gewissen" mit Tobias Moretti in der Hauptrolle die Entstehungsgeschichte des Nazi-Propagandafilms. Burhan Qurbani - der Sohn afghanischer Eltern ist in Deutschland aufgewachsen - ist mit dem Film "Shahada" über junge Muslime in Berlin dabei. Benjamin Heisenberg stellt seinen auf einer wahren Geschichte beruhenden Film "Der Räuber" vor. Der Film handelt von einem Marathonläufer, der Banken ausraubt und beruht auf einer wahren Begebenheit.

Als Weltpremiere ist a, Freitag der Roman Polanskis Politthriller "Der Ghostwriter" zu sehen. Polanski selbst kann wegen seines andauernden Hausarrests in der Schweiz allerdings nicht nach Berlin kommen.

"Jud Süß - Film ohne Gewissen" von Oskar Roehler, "Shahada" von Burhan Qurbani, "Der Räuber" von Benjamin Heisenberg, "Der Ghostwriter" von Roman Polanski, "Greenberg" von Noah Baumbach, "Howl" von Rob Epstein und Jeffrey Friedman, "The Killer Inside Me" von Michael Winterbottom, "Mammuth" von Benoît Delépine, "Eine Familie" von Pernille Fischer Christensen, "A Somewhat Gentle Man" von Hans Petter Moland, "Submarino" von Thomas Vinterberg, "A Woman, A Gun And A Noodle Shop" von Zhang Yimou, "Getrennt zusammen"von Wang Quan’an, "Caterpillar" von Koji Wakamatsu, "Honig" von Semih Kaplanoglu, "Auf dem Weg" von Jasmila Zbanic, Zeit des Zorns" von Rafi Pitts (Iran), "If I Want To Whistle, I Whistle" von Florin Serban, "How I Ended This Summer" von Alexei Popogrebsky, "Puzzle" von Natalia Smirnoff.

Das Hauptprogramm ist der Wettbewerb im Berlinale-Palast. Daneben gibt es zahlreiche andere Sektionen - das Panorama, das Forum, die Retrospektive, der Talente-Campus, das Kulinarische Kino und ein Kinderprogramm.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer