Frank Castorf geht mit Goethe. Foto: Bernd Weissbrod
Frank Castorf geht mit Goethe. Foto: Bernd Weissbrod

Frank Castorf geht mit Goethe. Foto: Bernd Weissbrod

dpa

Frank Castorf geht mit Goethe. Foto: Bernd Weissbrod

Berlin (dpa) - Zum Abschied von der Berliner Volksbühne hat sich Intendant Frank Castorf einen großen, vielzitierten Brocken vorgenommen. Bevor sein umstrittener Nachfolger Chris Dercon im August das Ruder an dem Theater übernimmt, feiert am Freitagabend Castorfs Version von Goethes «Faust» Premiere.

Vom Publikum fordert der 65-jährige Regisseur wieder viel Ausdauer - mindestens sechs bis sieben Stunden soll der Abend dauern, heißt es. Die allerletzte Castorf-Premiere an der Volksbühne wird es allerdings wohl nicht sein. «Eine 'kleine Inszenierung', was immer das heißen mag, soll im Juni noch folgen», kündigte das Theater an.

Mit dem «Faust» könne man machen, was man wolle, zitiert der Volksbühnen-Newsletter Castorf. «Bei Goethe findet sich für jede Interpretation eine Begründung. Und während er dem ersten Teil noch eine klare Form gibt, schreibt er im zweiten einfach, was ihm Spaß macht», so der Regisseur. «Das Wort Fragment habe ich nirgends so oft gelesen, wie bei Goethe. Er macht die Türen auf zur Welt und saugt alles auf, was um ihn herum passiert.»

Für seinen «Faust» versammelt Castorf noch einmal fast die ganze Riege der großen Volksbühnen-Stars auf der Bühne. Darunter sind die Schauspieler Martin Wuttke, Sophie Rois, Marc Hosemann, Lars Rudolph, Alexander Scheer, Lilith Stangenberg und Valery Tscheplanowa.

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