Vor allem Frauen kaufen und schmökern gerne. Der Umsatz ist dennoch rückläufig.

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Das Buch ist nur noch ein Baustein: Die Frankfurter Buchmesse, die morgen startet, sieht sich als globaler Börsenplatz für Inhalte aller Art.

Das Buch ist nur noch ein Baustein: Die Frankfurter Buchmesse, die morgen startet, sieht sich als globaler Börsenplatz für Inhalte aller Art.

Der Autor Lutz Seiler blickt im Römer in Frankfurt am Main am Rande der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2014 in die Kamera des Fotografen. Die Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres ist mit 25.000 Euro dotiert.

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Das Buch ist nur noch ein Baustein: Die Frankfurter Buchmesse, die morgen startet, sieht sich als globaler Börsenplatz für Inhalte aller Art.

Frankfurt. Der deutsche Buchmarkt ist vielfältig – und im Umbruch. Zahlen, die Sie vielleicht noch nicht kennen:

Wie hoch ist der Umsatz?

Fast zehn Millarden Euro setzt der Buchhandel um. Die Erlöse sind tendenziell rückläufig, 2013 (9,54 Milliarden) gab es ein mageres Plus von 0,2 Prozent.

Wer macht das Geschäft?

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Das Buch ist nur noch ein Baustein: Die Frankfurter Buchmesse, die morgen startet, sieht sich als globaler Börsenplatz für Inhalte aller Art.

Das Buch ist nur noch ein Baustein: Die Frankfurter Buchmesse, die morgen startet, sieht sich als globaler Börsenplatz für Inhalte aller Art.

Der Autor Lutz Seiler blickt im Römer in Frankfurt am Main am Rande der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2014 in die Kamera des Fotografen. Die Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres ist mit 25.000 Euro dotiert.

Arne Dedert/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++, Bild 1 von 2

Der Autor Lutz Seiler blickt im Römer in Frankfurt am Main am Rande der Verleihung des Deutschen Buchpreises 2014 in die Kamera des Fotografen. Die Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres ist mit 25.000 Euro dotiert.

Der klassische Buchhandel immer noch etwa zur Hälfte (48,6 Prozent). Übers Internet wird inzwischen fast jedes sechste Buch (16,3 Prozent) verkauft. Nach steilem Wachstum gab es beim E-Commerce aber 2013 erstmals einen kleinen Rückschlag.

Wer liest Bücher?

Es sind vor allem Frauen: 46 Prozent greifen täglich einmal oder mehrmals zu einem Buch, aber nur 30 Prozent der Männer. Am meisten lesen Menschen im Alter von 60 bis 69 Jahren Bücher –und Großstädter.

Wer kauft Bücher?

Wiederum das weibliche Geschlecht: Mehr als zwei Drittel der Frauen haben 2013 ein Buch gekauft – nur 53 Prozent der Männer. Auch beim Kauf von E-Books haben Frauen inzwischen die Männer leicht überholt.

Wollen Kinder noch lesen?

Bei den Kids zwischen sechs und 13 Jahren liegt das Bücherlesen (KIM-Studie von 2012) auf Platz zwölf der liebsten Hobbys. 51 Prozent interessieren sich für Bücher, 14 Prozent der Kinder lesen täglich, allerdings sind darunter deutlich mehr Mädchen (21 Prozent) als Jungen (sieben Prozent). Der Anteil der Kinder- und Jugendbücher am Umsatz im Buchmarkt liegt derzeit stabil bei etwa 16 Prozent.

Was wird gelesen?

Immer noch am meisten belletristische Literatur: Gut jedes dritte verkaufte Buch (33,8 Prozent) gehört zur literarischen Gattung der Romane, Krimis, Fantasy oder Comics. Ratgeber werden immer beliebter und machen inzwischen fast 15 Prozent des Umsatzes aus. Lexika und Nachschlagwerke sind die großen Verlierer, da sich viele Informationen heute im Internet recherchieren lassen.

Welches Buch war Topseller?

Deutscher Spitzentitel im vergangenen Jahr war der „Hundertjährige“ von Jonas Jonasson vor Timur Vermes‘ Hitler-Persiflage „Er ist wieder da“. Übrigens: Der Stapel mit allen Neuerscheinungen in Deutschland wäre 2500 Meter hoch.

Wo ist die Buch-Hauptstadt?

Das ist eindeutig die Bundeshauptstadt. Inzwischen gibt es in Berlin zahlenmäßig auch mehr Verlage (178) als in München (134), wo Branchenführer Random House (Bertelsmann) sitzt. Die meisten Buchhandlungen pro Einwohner gibt es aber in Heidelberg, gefolgt von Darmstadt und Göttingen.

Wo steht Deutschlands Buchmarkt im globalen Vergleich?

Der deutsche Markt gilt nach den USA als der zweitgrößte der Welt. Fast 100 000 Titel werden jedes Jahr produziert, über 10 000 Bücher übersetzt. Deutschland ist aber auch Exportnation. Ähnlich wie bei Autos ist China auch wichtigster Abnehmer bei Buchlizenzen.

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