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Er werde „auf unbestimmte Zeit verschwinden“, schreibt der Bruder im Brief. Worauf Paul sich gleich auf den Weg in das 300 Kilometer entfernte Haus seiner toten Eltern macht. Er soll dort, wie vom Bruder aufgetragen, überprüfen, ob der Wasserhahn auch wirklich abgestellt ist.

Eine leichte Aufgabe für den Ingenieur, der auf den Bau von Staudämmen spezialisiert ist. Aber was heißt schon leicht, wenn man in sein Elternhaus zurückkehrt? Die Französin Véronique Bizot hat mit „Eine Zukunft“ einen amüsanten und zugleich doch verstörenden Roman über die Suche nach den eigenen Wurzeln geschrieben.

Die vielen kleinen Anekdoten, die sie darin erzählt, sind ein bisschen absurd, wurzeln aber immer im Alltäglichen. Wer den trockenen Humor des Schotten Magnus Mills mag, dem gefallen auch die Bücher von Véronique Bizot. (grom)

Véronique Bizot: „Eine Zukunft“; Steidl, 148 Seiten, 16 Euro.

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