Die St. Sebastianus Bruderschaft Neersen feiert ihr Fest mit Serenade, Paraden, Ehrungen und Bällen.

Die St. Sebastianus Bruderschaft Neersen feiert ihr Fest mit Serenade, Paraden, Ehrungen und Bällen.
Bei der Parade der Die St. Sebastianus Bruderschaft Neersen bot das Königshaus einen festlichen Anblick.

Bei der Parade der Die St. Sebastianus Bruderschaft Neersen bot das Königshaus einen festlichen Anblick.

Kurt Lübke

Bei der Parade der Die St. Sebastianus Bruderschaft Neersen bot das Königshaus einen festlichen Anblick.

Neersen. Die Sonne ließ sich bis jetzt zwar selten blicken, aber der Stimmung beim Neersener Schützenfest schadete das nicht. Im Mittelpunkt stand ein strahlendes Schützenkönigspaar Robert und Angelika Brintrup – der Präsident hatte seine Lebensgefährtin erst im Dezember letzten Jahres geheiratet.

Bereits die Serenade am Freitagabend im Innenhof des Schlosses war sehr gut besucht. Der Posaunenchor der Emmaus-Kirchengemeinde Willich und der gemischte Chor „Tonköpfe“ kamen sehr gut an und mussten Zugaben geben. Dann ganz andere Musik im Festzelt: Die Coverband „Booster“ gehört zum Schützenfestauftakt dazu wie das Amen in der Kirche. Das Tambour- und Fanfarencorps St. Sebastianus Willich hatte zuvor das Königshaus vom Schloss bis zum Zelt begleitet. Nieselregen trug mit dazu bei, dass das Zelt sich gut füllte, als „Booster“ auftrat. Mit dabei: Eine Abordnung der St. Barbara Bruderschaft Neuwerk mit dem Königsspaar Wilfried und Silvia Rippegarten.

Männer tauschten Rollen, Königspaar überzeugt beim Tanz

Männer in ungewohnten Rollen gab es jetzt einige: Brudermeister Daniel Miertz übernahm die Aufgaben, die sonst Robert Brintrup wahrnimmt und Josef Vennen war das einzige erfahrene Mitglied der neuen Generalität. Andreas Gather sollte zum ersten Mal in die Rolle des Tambourmajors schlüpfen – er löste damit nach zehn Jahren Wolfgang Prechtel ab.

Das Setzen der Maien erfolgte traditionsgemäß am Schützenfest-Samstag. Fünf Schwarzröcke hatten die Königsmaien bereits heimlich in der Nacht zu Donnerstag vor dem Wahlefeldsaal gesetzt, wo das Königspaar eine Party gegeben hatte. Michael, Dennis und Willi Schmitz sowie Christian Will und David Jay musste die Maie wieder entfernen und am Samstag den „Blauen Dragonern“ zur Hand gehen.

Das Königspaar hatte eine gute Laune, die ansteckend wirkte. „Anstrengend, aber sehr schön“, so beschrieb Königin Angelika das Schützenfest. Robert Brintrup freute sich: „König zu sein ist das Höchste, was ein Schütze erreichen kann.“ Das Paar hat jeweils zwei Kinder. „Mein Sohn lebt in Bamberg, aber meine Tochter, die gerade in Oslo ist, kommt auf eine Stippvisite vorbei“, erklärte die Königin. Während Caroline Brintrup, die Tochter des Königs, zum Hofstaat gehört, ließ sich ihre Schwester Katharina nur kurz blicken. Zu vorgerückter Stunde konnten sich die Festzeltbesucher davon überzeugen, dass das Königspaar nicht nur gerne, sondern auch gut tanzt.

Heute trifft man sich um 10.30 Uhr zum Klompenball mit Seniorenfrühschoppen im Zelt. Ab 14.20 Uhr wird der Jungschützenkönig ermittelt, ab 15.30 Uhr dann der Schützenkönig. Um 19.30 Uhr wird es eine letzte Parade geben, bevor das Fest mit dem Heimatabend im Zelt ausklingt.

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