Rätselraten: Die Familie brachte den Sarg an einen unbekannten Ort.

Los Angeles. Nach dem tränenreichen Abschied von US-Popstar Michael Jackson rätseln die Fans weiter über die letzte Ruhestätte ihres Idols. Im Anschluss an die öffentliche Trauerfeier am Dienstag wurde Jacksons goldener Sarg in einem Leichenwagen aus dem Staples Center gebracht. Obwohl US-Fernsehsender das Auto mit Hubschraubern verfolgten, verloren sie seine Spur. Weder die Behörden von Los Angeles noch der Forest-Lawn-Friedhof, auf dem Jacksons Familie und engste Freunde am Dienstagmorgen eine private Trauerfeier abgehalten hatten, wollten sich zum Verbleib äußern. US-Medien spekulierten, der Leichnam des "King of Pop" werde womöglich eingeäschert und die Asche auf seiner Neverland Ranch verstreut.

Jacksons Arme sollen voller Einstiche gewesen sein

Auch das Rätselraten um den Tod des Popstars hält an. Eine Behörde in Los Angeles gab gestern den Totenschein für den Sänger frei. Darauf heißt es zur Todesursache "noch unklar". Der US-Sender CNN berichtete, Jacksons Arme seien mit Einspritzstellen übersät gewesen, die Venen verklebt. Vorerst lasse sich aber weiter nicht sagen, ob möglicherweise die Injektion eines Narkosemittels den Herzstillstand ausgelöst habe, hieß es.

Die offizielle Trauerfeier am Dienstag in Los Angeles hatte weltweit mehrere hundert Millionen Menschen vor den Bildschirm gelockt, im Internet erzeugte sie einen regelrechten Hype. Allein in Deutschland nahmen bis zu zehn Millionen Fernsehzuschauer von Michael Jackson Abschied - das sind sechs Millionen weniger als bei der Trauerfeier für Prinzessin Diana 1997. Der globale Internetverkehr war bis zu 33 Prozent höher als üblich, berichtete CNN unter Berufung auf den Netz-Dienstleister Akamai Technologies.

US-Medien werteten die Trauerfeier überwiegend als angemessen und würdevoll. In Deutschland gab es jedoch auch kritische Stimmen, die von einer Instrumentalisierung von Jacksons Tochter Paris (11) sprachen. Das Mädchen war, umringt von der Familie, zum Abschluss der Veranstaltungen ans Mikrofon getreten und hatte unter Schluchzen gesagt: "Seit ich geboren wurde, war Daddy der beste Vater, den man sich vorstellen kann."

Unterdessen wurde der Sänger sogar auf dem Mond verewigt. Die amerikanische Lunar Republic Society, die Mondgrundstücke verkauft, benannte einen Krater nach dem einstigen Moonwalker. dpa

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