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Die Trends innerhalb der Modewelt wechseln ständig. Einmal sind bestimmte Farben angesagt, ein anderes Mal bestimmte Schnitte. Dann wiederum müssen Hosen zerschlissen aussehen, da Stars den Used-Look vorleben und ganz plötzlich können schon wieder ganz andere Dinge in oder out sein. Diese ständig wechselnde Mode lässt sich wiederum als einer der großen Trends bezeichnen, der sich rund um die Textilindustrie beobachten lässt. Er zieht schnellen Verbrauch, ständigen Neukauf und meist billige Produktion mit all ihren Folgen nach sich.

Ihm gegenüber steht ein jüngerer Trend, der ersterem versucht bewusst entgegenzuwirken: Nachhaltige Mode mit dem Ziel, alles rund um den Produktionsprozess für Mensch und Natur angenehmer zu gestalten, ist im Kommen. Faire Arbeitsbedingungen, weniger umweltschädliche Materialien und kein oder nur geringer Gebrauch von Pestiziden und ähnliche Prinzipien durchziehen die nachhaltige Modephilosophie. Aber wie genau sieht nachhaltige Mode aus, wie genau definiert sich Biobaumwolle und warum ist dieser zweite Modetrend mitunter wichtig für die Zukunft des Planeten?

Fast Fashion und Slow Fashion und die Umwelt

Fast Fashion: Das Konzept für den Profit

Als Fast Fashion lässt sich noch immer der Großteil der Kleidung bezeichnen, die sich in Schaufenstern oder auch in Onlineshops und Kaufhäusern findet. Es handelt sich bei ihr um Mode, die entweder kurz nach bestimmten Modeschauen in Paris, New York, Mailand und anderen Modehochburgen oder nach dem Vorleben von Stars und Influencern, die ihr Outfit auf verschiedenen Social Media Kanälen teilen, in den Modehäusern auf der ganzen Welt erscheint. Sie ist dazu bestimmt, kurze Zeit später wieder aus den Schaufenstern zu verschwinden und in den Schränken der Konsumenten und Käufer zu landen. Jährlich werden dafür etliche Kollektionen produziert, die die Nachfrage ankurbeln und einen Trend nach dem anderen verbreiten sollen.

Das Problem bei der Fast Fashion ist, dass die Konsumenten einem „Trick“ der Industrie erliegen. Würde nur sehr portioniert und selten eingekauft werden, sähen sich die Produzenten automatisch dazu veranlasst, weniger zu produzieren, bzw. vielleicht andere Kriterien an die Produkte zu stellen. Bei der Masse an produzierter Kleidung allerdings, leidet in der Regel nicht nur die Qualität, sondern auch die untersten Angestellten in der Kette des Herstellungsprozesses. Nicht selten sind das Arbeiter in Billiglohnländern, die, wie der Oberbegriff für Arbeitsverhältnisse in derartigen Ländern schon sagt, für sehr wenig Geld arbeiten müssen. Geben sie ihre Arbeit auf, verlieren sie ihre Lebensgrundlage. Sie sind somit quasi abhängig von der Unterbezahlung durch die Textilindustrie.