The Baseballs
The Baseballs wollen den ESC aufmischen. Foto: Henning Kaiser

The Baseballs wollen den ESC aufmischen. Foto: Henning Kaiser

dpa

The Baseballs wollen den ESC aufmischen. Foto: Henning Kaiser

Berlin (dpa) - Wer vertritt Deutschland in diesem Jahr beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen?

Acht Bands und Musiker treten an diesem Donnerstag in Köln beim Vorentscheid gegeneinander an. Die Berliner Rockabilly-Band The Baseballs versucht ihr Glück mit Schmalztolle, Pomade und den Songs «Mo Hotta Mo Betta» und «Goodbye Peggy Sue». Rock'n'Roll wäre eine gute Note für den ESC, sagten Sam, Basti und Digger im dpa-Interview.

Frage: Was reizt euch denn eigentlich als Rock'n'Roller am Eurovision Song Contest?

Basti: Ich mag diese Veranstaltung in ihrer ganzen Skurrilität. Wenn man sich ein Album mit allen ESC-Titeln kauft, dann ist das eine unfassbare Bandbreite mit teilweise sehr kuriosen Songs. Dazu kommt der Wettbewerbscharakter, also quasi eine Europameisterschaft für Musik.

Frage: Ihr seid bekanntgeworden durch Rock'n'Roll-Versionen von erfolgreichen Songs wie «Umbrella» oder «Paparazzi». Damit wolltet ihr die Songs, wie ihr selbst sagt, bessermachen. Wollt ihr durch eure Teilnahme am ESC auch den Wettbewerb verbessern?

Digger: Zumindest wollen wir mal eine andere Note einbringen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Rock'n'Roll auf der ESC-Bühne gespielt wurde, bis auf ein paar Ausnahmen.
Sam: Insofern kann ein bisschen Rock'n'Roll dem ESC nicht schaden. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass dort ohnehin sehr viele Musikrichtungen geboten werden, wäre das eine gute Note.

Frage: Eure Alben haben es unter anderem in Schweden, Finnland, Belgien und Norwegen auf Platz 1 geschafft. Wären euch alleine dadurch schon einige Punkte für Deutschland garantiert?

Basti: Sollten wir die Chance bekommen, für Deutschland in Kopenhagen anzutreten, hoffen wir natürlich auf die Unterstützung aus den anderen europäischen Ländern. Es haben uns auch immer wieder Fans aus dem Ausland ermutigt, am ESC teilzunehmen. Die meinten: «Ihr macht Musik, die man von deutschen Bands nicht unbedingt erwartet» oder «Das ist Gute-Laune-Musik, das passt doch super dorthin.» Wenn wir es schaffen sollten, wären wir aber vor allem glücklich, dabeisein zu dürfen und würden nicht über irgendwelche Punkte nachdenken.

Frage: Aus welchem ESC-Song würdet ihr denn gerne mal eine Rock'n'Roll-Nummer machen?

Sam: Darüber haben wir kürzlich tatsächlich gesprochen. Wir kamen dann auf Dana International mit «Diva». Damit gewann sie für Israel 1998 den ESC. Das wäre so skurril und so weit weg von unserer Musik, dass wir das echt mal machen könnten.

ZUR BAND:
Sam (Sven Budja, 29), Basti (Sebastian Raetzel, 30) und Digger (Rüdiger Brans, 31) lernten sich 2007 in einem Berliner Proberaum kennen. Ihr Debüt-Album «Strike!» brachte den Musikern unter anderem Auszeichnungen in Finnland, der Schweiz, Schweden, Norwegen, Österreich und Großbritannien ein. 2010 bekam die Band einen ECHO als beste Newcomer.

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